Stand: 17.10.2015 15:47 Uhr

Feuerwehr sichert Flüchtlingszelte mit Planen

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Wegen des anhaltenden Regens sind die Flüchtlingszelte in Jenfeld undicht.

Der anhaltende Regen hat den Zelten in einem Flüchtlingslager in Hamburg schwer zugesetzt. Hamburger Feuerwehrleute haben in der Nacht zum Sonnabend 56 Zelte in einer Notunterkunft für Flüchtlinge im Jenfelder Moorpark wieder wetterfest gemacht. Die Zelte seien undicht gewesen und es habe rein geregnet, teilte ein Sprecher der Feuerwehr am Sonnabend mit. Über mehrere Stunden halfen rund 60 Einsatzkräfte, eine spezielle Folie über die Zeltdächer zu spannen, um diese vor starker Witterung zu schützen. "Inwieweit die neuen Abdeckungen auch einem starken Sturm standhalten können, wird sich zeigen", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Zurzeit leben 739 Flüchtlinge in der Notunterkunft.

Bei einem weiteren Einsatz wurden Sandsäcke zu Zelten am Hauptbahnhof gebracht, die ankommenden Flüchtlingen als vorübergehende Auffangstation dienen sollen. Dort ist kein richtiger Boden ausgelegt, wodurch das Wasser bei starkem Regenfall leicht reinlaufen kann.

Asylsuchende zur Not in Hotels unterbringen?

Die Hamburger CDU hat mittlerweile gefordert, Flüchtlinge nicht länger in Zelten unterzubringen. CDU-Oppositionsführer André Trepoll sagte auf NDR Info, die Zustände in den Notunterkünften seien angesichts der kalten Temperaturen dramatisch. Zur Not sollten die Asylsuchenden in Hotels untergebracht werden. Trepoll kritisierte Bürgermeister Olaf Scholz (SPD). Dieser habe das Thema Flüchtlinge nicht zur Chefsache gemacht. Trepoll sagte, die Stadt müsse endlich in den Krisenmodus gehen.

Die Stimmung sei "kurz vor dem Kippen"

Bereits am Freitag wurde bekannt, dass die Lage in Hamburgs Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge offenbar außer Kontrolle zu geraten droht. Laut einem internen Lagepapier der Polizei ist die Situation im Flüchtlingscamp an der Schnackenburgallee "kurz vor dem Kippen", wie das "Hamburger Abendblatt"( Freitagsausgabe) berichtete. Wegen der Kälte sei die Stimmung der 3.300 Bewohner mittlerweile "hochgradig explosiv". Die Polizei will den Bericht nicht kommentieren. Die Hamburger Innenbehörde will voraussichtlich kommende Woche etwa 800 Frauen und Kinder aus den Zelten in ein leer stehendes Bürogebäude verlegen. Mittlerweile seien außerdem alle Zelte mit Heizungen nachgerüstet worden. Dennoch sind nur die Bundeswehrzelte in Wandsbek mit insgesamt 750 Betten wirklich wetterfest. Aus allen anderen Zelten würden die Flüchtlinge bis zum Winter in feste Quartiere wechseln, sagte ein Sprecher der Inneberhörde.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 19.10.2015 | 16:00 Uhr