Stand: 15.01.2015 09:28 Uhr

Feuerwehr bekommt Kohlenmonoxid-Warngeräte

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Ist sich sicher, dass Kohlenmonoxid-Warngeräte schnell eingeführt werden: Klaus Maurer.

Die Hamburger Feuerwehr will Kohlenmonoxid-Warngeräte einführen. Die rund 300 Euro teuren Geräte sollen nach Angaben von Feuerwehr-Chef Klaus Maurer schon bald flächendeckend zum Einsatz kommen. "Kohlenmonoxid an sich ist geruchlos, Sie bemerken es nicht. Von daher steht die Ausstattung mit Warnern für diesen Bereich an erster Stelle. Wir gehen davon aus, dass wir das sehr zeitnah auf den Weg bringen können, um schnellstmöglich Rettungsdienste und Feuerwehren auszustatten", sagte Maurer nach einer dreitägigen Tagung zu diesem Thema NDR 90,3. Alle Rettungswagen und Notärzte sowie sämtliche Löschfahrzeuge von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr sollen CO-Melder bekommen. Insgesamt müssten mindestens 300 Warngeräte angeschafft werden.

Kritik an der Feuerwehr nach einem Unglück

Anfang Dezember waren drei Menschen in Harburg ums Leben gekommen, die das tödliche Gas im Schlaf eingeatmet hatten. Eine defekte Heizung hatte die Tragödie in einem Harburger Mehrfamilienhaus ausgelöst. Das Kohlenmonoxid war in viele Wohnungen geströmt. Neben den drei Toten gab es 13 Verletzte. Anschließend war Kritik an den Rettungskräften laut geworden. Mit CO-Warngeräten wäre die Unglücksursache sofort erkannt worden, hieß es damals.

Die Hamburger Feuerwehr hatte sich bereits seit einem Jahr mit dem Thema beschäftigt. Mit dem Institut für Rechtsmedizin wurden auch Todesfälle untersucht. Ergebnis: Es gibt keine besondere Häufung von Todesfällen oder Gefährdung durch Kohlenmonoxid.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 15.01.2015 | 07:00 Uhr