Stand: 24.05.2017 07:26 Uhr

Erste Interessenten für den "Elbtower"

Ein Interessent für den "Elbtower" müsste laut Oberbaudirektor Jörn Walter auf jeden Fall viel Geld und eine starke Architektur mitbringen.

Für den Bau eines 200 Meter hohen Hochhaus an den Hamburger Elbbrücken gibt es erste Interessenten. Das sagte Hamburgs Oberbaudirektor Jörn Walter gegenüber NDR 90,3. Erst im März hatte Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) mit der Vision eines "Elbtowers" für heftige Diskussionen gesorgt. Für Hamburgs höchstes Hochhaus sucht er einen privaten Investor. Der Plan: Sollte im kommenden Jahr der private Bauherr feststehen und die Hamburgische Bürgerschaft zustimmen, könnte 2020/2021 Baubeginn sein.

Nicht um jeden Preis

Im Juni nun soll die Ausschreibung starten. Und schon jetzt gibt es laut Walter "mündliche Äußerungen" und ein "Interesse auf dem Markt". Ob sich das in konkreten Bewerbungen niederschlage, wisse man natürlich noch nicht. Zwei Dinge müsse der Investor mitbringen: viel Geld und eine herausragende Architektur. Sollten diese Bedingungen nicht erfüllt werden, müsse man von solchen Projekten Abstand nehmen, so der Oberbaudirektor.

Sendehinweis

Stadtgespräch: Oberbaudirektor Jörn Walter

24.05.2017 20:00 Uhr
NDR 90,3

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"Wir sind eine stolze Stadt"

Auf keinen Fall soll der "Elbtower" eine Bauruine werden, so wie zeitweise die Elbphiharmonie. Hamburg stehe im Fokus der weltweiten Immobilienwirtschaft und habe allgemein hohe Qualitätsansprüche. Das könne im Einzelfall bedeuten, dass das Haus ein bisschen anders aussehen muss "als etwa in München oder in Posemuckeldorf". "Weil wir sind eben Hamburg, und wir sind eine stolze Stadt", sagt Walter.

Er selbst wird die Ausschreibung nicht mehr auswerten, nach 18 Jahren im Amt geht er Anfang Juli in Pension.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 24.05.2017 | 06:30 Uhr

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