Stand: 10.11.2017 09:45 Uhr

Elbvertiefung: Neue Berechnungen nötig?

Wie verändern sich die Gezeiten und der Tidenstrom der Elbe, wenn der Fluss um einen Meter vertieft wird? Die wissenschaftlichen Berechnungen dazu sind mehr als zehn Jahre alt. Vor der neuen Verhandlungsrunde über die Elbvertiefung vor dem Bundesverwaltungsgericht in der kommenden Woche fordern die Umweltverbände BUND, NABU und WWF neue Untersuchungen dazu. Dank besserer Computer könnten Experten die Folgen inzwischen genauer abschätzen, meinen die Umweltschützer.

Brief an Hoch und Berliner Behörde

Sie gehen davon aus, dass beispielsweise Hochwasser viel höher steigen könnten als bislang berechnet. Für Alexander Porschke, Chef des NABU Hamburg, liegt der Verdacht nahe, dass die zuständigen Bundesbehörden diese Ergebnisse am liebsten verbergen wollen. Gemeinsam haben die Umweltverbände einen Brief an Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) und an den Chef der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes geschrieben.

Die Wirtschaftsbehörde weist die Kritik zurück: Die Argumente seien weder neu noch belegt. In der kommenden Woche verhandelt das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig unter anderem über die Klagen von Cuxhaven und Otterndorf gegen die Elbvertiefung, die Umweltverbände unterstützen sie dabei.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 10.11.2017 | 08:00 Uhr

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