Stand: 22.06.2016 07:44 Uhr

Doch keine Bezahl-Klos an Hamburger Schule

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Schultoiletten werden in Hamburg mehr und mehr zum Ärgernis für Schüler, Eltern und Behörden. (Symbolbild)

Bezahl-Toiletten wird es an Hamburgs Schulen vorerst nicht geben: Die Irena-Sendler-Stadtteilschule in Wellingsbüttel hat ihren Vorschlag, eine Nutzungsgebühr für eines der Schulklos zu verlangen, zurückgezogen - auf Bitte der Schulbehörde hin, wie der Rektor Matthias Greite auf der Schul-Website mitteilte.

Zweite Reinigung soll helfen

Mit der Gebühr wollte die Schule gegen das Problem der oft verdreckten oder zerstörten Schultoiletten vorgehen. Sie sollte aber keinesfalls für alle Klos der Schule gelten, wie Greite NDR 90,3 erklärte. Als weitere Maßnahme habe man eine zweite Reinigung für die Haupt-Toilettenanlage beantragt. Laut Schulbehörde wird nur in jeder dritten Schule in Hamburg mehr als einmal täglich gereinigt.

Die Partei Die Linke hatte den Wellingsbütteler Vorschlag zum Anlass genommen, den Hamburger Behörden ein Versagen im Umgang mit verschmutzten oder zerstörten Schultoiletten vorzuwerfen. Eine verbindliche Toiletten-Gebühr sei eine Posse, hieß es dazu von Vertretern der Linken.

Rektor sieht die Debatte als Chance

Schulleiter Greite sieht in der entstandenen Debatte immerhin eine Chance: "Gerade jetzt bietet sich die Möglichkeit, in den Klassen, aber auch zu Hause über diese Thematik zu sprechen. Es darf nicht sein, dass eine kleine Schülergruppe unsere Toiletten derart missbraucht, dass sich der größte Teil unserer Schüler kaum bis gar nicht traut, auf die Toiletten zu gehen", teilte der Schulleiter mit.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 20.06.2016 | 07:00 Uhr

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