Stand: 14.03.2016 17:30 Uhr

Bahn legt Pläne für Bahnhof Diebsteich aus

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Der Bahnhof Altona soll ab Ende 2023 nur noch als S-Bahnhof dienen.

Die Deutsche Bahn hat die Baupläne für die Verlegung des Fernbahnhofs Hamburg-Altona nach Diebsteich öffentlich ausgelegt. Bis zum 13. April können die Bürger die Unterlagen entweder online oder in den Bezirksämtern Altona, Eimsbüttel und Wandsbek einsehen. Die Pläne zeigen, wo genau die Gleise verlaufen sollen, welche Schallschutzmaßnahmen ergriffen werden und was der Bau für die Umwelt bedeutet. Bis zum 27. April sind Einwände im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens bei der Wirtschaftsbehörde einzureichen.

Der mehr als 100 Jahre alte Bahnhof in Altona entspricht nach Angaben der Deutschen Bahn nicht mehr dem Stand der Technik. Sie will mit dem Bauvorhaben zum einen den Hauptbahnhof entlasten und verspricht sich zum anderen eine Verbesserung der Pünktlichkeit und bessere Umsteigemöglichkeiten zum Nahverkehr.

Diebsteich: Sechs Gleise für den Fernverkehr

Demnach soll der neue Bahnhof im Bereich Diebsteich drei Bahnsteige mit sechs Gleisen für den Fernverkehr bekommen, außerdem zwei Gleise für den S-Bahn-Verkehr. 300 Millionen Euro soll der neue Durchgangsbahnhof kosten. Bereits Anfang März hatten sich Bahn und Stadt auf ein großes und repäsentatives Empfangsgebäude geeiningt. Der gesamte Bahnhof soll barrierefrei werden. Für den Bau müssen zwei Brücken (Plöner Straße und Diebsteichtunnel) neu gebaut werden - sowie etwa 25 Kilometer Gleise, 48 Weichen und ein Stellwerk.

Bahnhof Altona nur noch als S-Bahnhof

Der Bahnhof Altona soll zukünftig nur noch als S-Bahn-Station dienen. Rund 138.000 Quadratmeter Baufläche sollen so dem Wohnungsbauprojekt "Neue Mitte Altona" zur Verfügung stehen, so dass zusätzliche 1.900 Wohnungen gebaut werden könnten. Insgesamt sollen hier 3.600 Wohnungen und 80.000 Quadratmeter Grünfläche entstehen.

Die Stadt Hamburg hatte das Grundstück der Deutschen Bahn im Juni 2015 für 38,8 Millionen Euro abgekauft. Der neue Bahnhof in Diebsteich soll Ende 2023 in Betrieb genommen werden. Welchen Anteil der Baukosten die Stadt trägt, ist bisher noch unklar.

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