Stand: 01.12.2015 16:29 Uhr

"Der Spiegel" streicht rund 150 Stellen

Der Verlag des Hamburger Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" reagiert auf sinkende Umsätze und Gewinne und baut im Rahmen seines Sparprogramms rund 150 Stellen ab. Das ist etwa jeder fünfte Arbeitsplatz, wie das Unternehmen am Dienstag in Hamburg mitteilte. Den Angaben zufolge sollen möglichst bis Ende 2016 rund 35 Vollzeitstellen in der Print-Redaktion, 14 in der Dokumentation und 100 im Verlag wegfallen.

Einsparung von 15 Millionen Euro pro Jahr angestrebt

Bereits im Juni hatte das Unternehmen angekündigt, mithilfe des Programms "Agenda 2018" dauerhaft rund 15 Millionen Euro jährlich einsparen zu wollen. Es gebe zum Stellenabbau keine Alternative, "wenn wir die wirtschaftliche Zukunft unseres Unternehmens sichern wollen", kündigte Spiegel-Verlagsgeschäftsführer Thomas Hass in Hamburg an. Beim Stellenabbau sollen Fluktuation, Vorruhestandsregelungen sowie Transfer-Modelle genutzt werden. Die Mitarbeiter wurden am Dienstag über die Pläne informiert.

Neue Projekte und Bezahlangebote im Internet

Gleichzeitig beschlossen Chefredaktion und Verlag elf neue Projekte. Neben mobilen Angeboten sowie Bezahlangeboten auf "Spiegel Online" wird von Februar 2016 an für drei Monate ein "Spiegel"-Regionalteil für Nordrhein-Westfalen getestet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 01.12.2015 | 17:00 Uhr