Stand: 11.10.2015 08:53 Uhr

Kurden demonstrieren nach Anschlag in Ankara

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Nach den Explosionen in Ankara gingen Kurden in der Hamburger Innenstadt auf die Straße.

Nach dem Terroranschlag auf eine regierungskritische Friedensdemonstration in der türkischen Hauptstadt Ankara sind in Hamburg am Sonnabend kurdische Demonstranten und Sympathisanten durch die Innenstadt gezogen. Die Aktion mit etwa 1.500 Teilnehmern sei friedlich verlaufen, sagte ein Polizeisprecher am Abend.

Trauerkundgebung am Hachmannplatz

Die Demonstranten waren auf dem Hachmannplatz beim Hauptbahnhof zu einer Trauerkundgebung zusammengekommen und zogen dann in Richtung türkisches Generalkonsulat im Stadtteil Rotherbaum. In dessen Nähe endete die Veranstaltung nach etwa zwei Stunden. Vor dem Konsulat waren zuvor als Vorsichtsmaßnahme zwei Wasserwerfer postiert worden, wie NDR 90,3 berichtete.

95 Tote durch Doppelexplosion in Ankara

Unterdessen hat sich die Zahl der Todesopfer der zwei Explosionen in Ankara auf 95 Menschen erhöht. Nach Regierungsangaben vom Sonnabendabend wurden zudem 246 Menschen verletzt. Zu der Bluttat kam es drei Wochen vor dem geplanten Termin für die Neuwahlen des Parlaments in der Türkei. Die pro-kurdische Oppositionspartei HDP war nach eigener Einschätzung Ziel des Anschlags. Bislang hat sich noch niemand zu der Tat bekannt.

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 10.10.2015 | 19:30 Uhr