Stand: 04.03.2016 14:21 Uhr

DGB: Frauen im Beruf sind weiter benachteiligt

Frauen sind nach Ansicht der Gewerkschaften in Hamburg auf dem Arbeitsmarkt weiterhin benachteiligt gegenüber Männern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des DGB, die kurz vor dem internationalen Frauentag am 8. März vorgestellt wurde. Demnach steigt die Zahl der berufstätigen Frauen zwar an. Ihre Erwerbstätigenquote ist nach dem Datenreport in den vergangenen zehn Jahren um zehn Punkte gestiegen, liegt aber immer noch unter derjenigen der Männer. Dennoch verdienen sie im Schnitt 711 Euro weniger als Männer in einem Vollzeitjob.

Eine Präsentation.

Frauen verdienen 25 Prozent weniger als Männer

Hamburg Journal -

Frauen bekommen laut Datenreport des DGB immer noch deutlich weniger Lohn als Männer. In Hamburg arbeitet mehr als die Hälfte der erwerbstätigen Frauen nicht in Vollzeit.

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DGB: "Von Gleichberechtigung weit und breit keine Spur"

Wie Hamburgs DGB-Chefin Katja Karger am Freitag sagte, seien Frauen zudem in Führungspositionen schwach vertreten. In der Gesellschaft gebe es zwar eine Debatte zum Thema Gleichberechtigung, aber sie finde auf dem Arbeitsmarkt nicht statt. Von Gleichberechtigung sei weit und breit keine Spur, so Karger.

Bessere Schulnoten, schlechterer Verdienst

Mädchen und junge Frauen werden nach Ansicht des DGB immer noch in Berufe gedrängt, in denen die Verdienstmöglichkeiten geringer seien. Dabei hätten sie die besseren Schulabschlüsse und stellten die Hälfte der Studenten. Vor allem alleinerziehende Mütter gehörten zu den Armen in der Stadt. Zudem würden Frauen viel häufiger als Männer wegen der Familie in Teilzeit arbeiten. In vielen Fällen sei das eine Falle, kritisierte Karger und forderte das Recht auf Rückkehr in Vollzeitjobs. Außerdem müsse Transparenz beim Entgelt herrschen, damit bekannt wird, ob Männer mehr verdienen als Frauen.

Zur Verbesserung der Situation der Frauen forderte der DGB eine geschlechtersensible Berufsorientierung, die über den regelmäßigen "Girl's Day" hinausgeht. Der Senat solle Mädchen und Frauen verstärkt fördern, die in Männerdomänen tätig sind oder dafür gewonnen werden sollen. Minijobs müssten zudem leichter in Vollzeitstellen umgewandelt werden können.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 04.03.2016 | 17:00 Uhr