Stand: 24.05.2017 14:13 Uhr

Containerumschlag im Hafen geht zurück

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Das Containerschiff "MOL Triumph" gehört zu den größten Schiffen weltweit. Es hat Platz für mehr als 20.000 Container.

Der Hamburger Hafen hat in den ersten drei Monaten dieses Jahres beim Containerumschlag Marktanteile an die Konkurrenz in Rotterdam und Antwerpen verloren. Insgesamt gingen 2,22 Millionen Standardcontainer (TEU) über die Kaikanten. Das sind 0,7 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie die Marketing-Gesellschaft des Hafens am Mittwoch mitteilte. Gleichzeitig legte Rotterdam um 8,8 Prozent zu, Antwerpen um 0,7 Prozent. Diese beiden Häfen vereinen fast 60 Prozent des Containerverkehrs in Nordwesteuropa auf sich. Der Hamburger Marktanteil liegt bei 22,7 Prozent.

Weniger Handel mit China

Hauptgrund für den leichten Rückgang des Containerumschlags in der Stadt: Im Handel mit China, dem wichtigsten Partner des Hamburger Hafens, gingen die Mengen um zwei Prozent zurück. Mehr Container wurden dagegen im Handel mit Russland bewegt.

Insgesamt hat der Hafen in den ersten drei Monaten 35,4 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen und damit 1,7 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2016. Das lag vor allem an einem stark steigenden Bedarf an Kohle für das Kraftwerk Moorburg und andere energieintensive Produktionsbetriebe. Der Massengutumschlag des Hafens stieg um 6,7 Prozent auf 12,2 Millionen Tonnen, so viel wie noch nie in einem Quartal.

"Megamax-Schiffe": Herausforderung für alle Häfen

Immer häufiger laufen besonders große Containerschiffe mit Platz für mehr als 14.000 TEU Tragfähigkeit den Hafen an. Innerhalb der vergangenen beiden Jahre hat sich ihre Zahl verdreifacht, Tendenz steigend. Bis Ende kommenden Jahres würden weltweit rund 50 weitere sogenannte Megamax-Schiffe mit 400 Metern Länge in Dienst gestellt, sagte Schifffahrtsanalyst Jan Tiedemann vom maritimen Beratungs- und Marktforschungsunternehmen Alphaliner.

Sollten die Schiffe noch größer werden, hätten viele Welthäfen Probleme, nicht nur Hamburg. Die Herausforderung bestehe darin, für die Schiffe genug geeignete Liegeplätze, Containerbrücken und Kapazitäten für den An- und Abtransport der großen Containermengen zu schaffen. In Hamburg können die großen Schiffe ausgerechnet das modernste Containerterminal Altenwerder nicht mehr anlaufen, weil sie nicht unter der Kohlbrandbrücke hindurchpassen. Experten gehen davon aus, dass auf absehbare Zeit kaum noch größere Schiffe entstehen als derzeit. Das künftige Wachstum sei also begrenzt.

Das Containerschiff "Kuala Lumpur Express" bei der Einfahrt in den Hamburger Hafen © NDR Fotograf: Petra Volquardsen

Weniger Hafenumschlag in Hamburg

NDR 90,3 - NDR 90,3 Aktuell -

Der Hamburger Hafen verliert beim Containerumschlag gegen seine Konkurrenz Rotterdam und Antwerpen. Ein Hauptgrund sei, dass der Handel mit China zurückgehe, sagte die Marketing-Gesellschaft.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 24.05.2017 | 12:00 Uhr

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