Stand: 16.11.2015 11:35 Uhr

Fahrlässige Brandstiftung: Feuer im Bunker aufgeklärt

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Feuerwehrleute stehen vor einem Hochbunker in Hamburg-Rothenburgsort, in dem ein Brand ausgebrochen war.

Die Polizei hat nach rund drei Monaten die Ursache für den Brand in einem Hochbunker im Hamburger Stadtteil Rothenburgsort gefunden. "Das Feuer ist aufgrund von unsachgemäßen Reinigungsarbeiten in einem Lager für ätherische Öle ausgebrochen", sagte ein Sprecher der Polizei am Montag NDR.de. Drei Lagerarbeiter hätten ausgelaufene Öle im vierten Stock des Hochbunkers aufgewischt. Da sie die Putzlappen nicht ordnungsgemäß entsorgten, entzündeten sich Gase aus den ölgetränkten Stoffstücken, lösten den Brand aus und explodierten noch während der Löscharbeiten. Das gehe aus einem Gutachten hervor, das Brandermittler jetzt vorlegten.

Gewaltige Explosion

Der Hamburger Stadtteil Rothenburgsort war Anfang August durch eine gewaltige Explosion erschüttert worden. 45 Menschen wurden verletzt, unter ihnen waren auch 15 Feuerwehrleute, die teilweise von der Druckwelle erfasst und mehrere Meter durch die Luft geschleudert worden waren. Da der etwa 25 Meter hohe Bunker mit seinen dicken Wänden keine Fenster hat, konnte die Druckwelle nur durch die beiden Türen entweichen. Am gegenüberliegenden Gebäude waren Scheiben zu Bruch gegangen, Fahrräder wurden durch die Luft geschleudert, Autos zur Seite geschoben.

Die umliegenden Wohnhäuser mussten evakuiert werden. Inzwischen sind die Wohnhäuser alle saniert. Es dauerte aber lange, bis die letzten Anwohner zurück durften: Die am schwersten beschädigten 14 Wohnungen wurden erst vorletzte Woche wieder freigegeben.

Schadenshöhe noch unklar

Die ätherischen Öle, die in dem Bunker lagerten und sich entzündeten, werden für Duftlampen, Raumerfrischer oder Saunaaufgüsse genutzt, aber auch als technische Lösungsmittel - etwa um Holzmöbel oder Dielen zu behandeln. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung gegen drei Arbeiter der Firma, die mit den Reinigungsarbeiten in dem Bunker beschäftigt waren. Die Höhe des entstandenen Schadens ist noch nicht bekannt.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 16.11.2015 | 19:30 Uhr