Stand: 05.12.2017 13:07 Uhr

Bislang höchste Strafe gegen G20-Randalierer

Mit drei Jahren und drei Monaten Gefängnis für einen 30-Jährigen hat Hamburgs Justiz ihr bislang härtestes Urteil gegen einen G20-Randalierer verhängt. Der Angeklagte habe in der Nacht zum 8. Juli in der Sternschanze Polizisten mit Steinen beworfen und Geschäfte ausgeräumt, begründete der Richter am Amtsgericht Hamburg am Dienstag seine Entscheidung.

Eine Gerichtszeichnung mit Angeklagtem, Staatsanwalt und Richter.

G20-Randalierer verurteilt

Hamburg Journal 18.00 -

Das Amtsgericht hat einen G20-Randalierer zu drei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt. Es ist das bislang höchste Urteil rund um den G20-Gipfel.

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Angeklagter war vorbestraft

Angesichts der "einschlägigen Vorstrafen" sei das Verhalten des Beschuldigten dem Gericht unerklärlich und die Höhe der Strafe notwendig. Der 30-Jährige war bereits vorbestraft, weil er während einer Demonstration in Hamburg Steine auf Polizisten geworfen hatte.

Politische Motivation bestritten

Die Vorwürfe zur G20-Randale räumte er vor Gericht ein, bestritt aber eine politische Motivation. Er sei an dem Freitagabend nach Hause gelaufen, die U-Bahn fuhr nicht. In die Krawalle sei er zufällig hineingerutscht. Drogen und die Stimmung auf der Straße hätten ihn enthemmt.

Justitia vor Paragrafen. © imago Fotograf: Ralph Peters, imago/CTK Photo

Gefängnisstrafe für G20-Täter

NDR 90,3 -

Das Amtsgericht Hamburg hat einen G20-Randalierer zu einer Haft von drei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt. Er war an Plünderungen und einem Einbruch beteiligt.

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Der Staatsanwalt betonte im Plädoyer, er wisse nicht, was schlimmer sei: "politische Überzeugungstäter" oder "unpolitische Gewaltchaoten". Strafmildernd hätten sich unter anderem das Geständnis, die Reuebekundung des Angeklagten und die seit Juli abgesessene Zeit in Untersuchungshaft ausgewirkt, erklärte der Richter in der Urteilsbegründung. 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 05.12.2017 | 13:00 Uhr

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