Stand: 01.03.2016 18:00 Uhr

Behörde rechnet Überschwemmungsgebiet kleiner

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So kann es aussehen, wenn die Kollau über die Ufer tritt.

Viele Anwohner entlang der Kollau können aufatmen: Entgegen bisheriger Planungen der Hamburger Umweltbehörde wird ihr Grundstück wahrscheinlich nun doch nicht in eines der umstrittenen Überschwemmungsgebiete fallen.

Um die Hälfte kleiner

Das umstrittene Gebiet entlang der Kollau wird um fast die Hälfte verkleinert, wie NDR 90,3 berichtete. Statt knapp 300 wie bislang geplant, müssen jetzt nur noch knapp 40 Gebäude die strengen Hochwasserschutz-Auflagen einhalten. Hamburgweit hatten sich mehrere Hundert Anwohner bei der Umweltbehörde beschwert. Sie befürchten einen Wertverlust ihrer Immobilie, wenn sie künftig zum Beispiel für Carports und größere Hecken eine Extra-Genehmigung brauchen.

"Es lohnt sich, sich einzumischen"

Die Umweltbehörde rechnete deshalb nochmal nach, diesmal mit einem feineren Rechenmodell als beim ersten Mal. Von einem Fehler wollte Umweltstaatsrat Michael Pollmann nicht sprechen, aber von einer Lektion: "Es lohnt sich, sich einzumischen. Wir haben festgestellt, dass sowohl die Bürger als auch wir in den Behörden uns mit dieser Materie sehr viel intensiver auseinandersetzen müssen."

Bereits im Dezember hatten die Neu-Berechnungen ergeben, dass das Überschwemmungsgebiet entlang der Berner Au um ein Viertel verkleinert wird. Nun wird auch entlang der Kollau nachgebessert. Die Behörde wollte am Dienstagabend genauer informieren, welche Grundstücke genau jetzt nicht mehr im Überschwemmungsgebiet liegen.

Weitere Informationen

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Nach massiven Protesten der Anwohner wird das umstrittene Überschwemmungsgebiet entlang der Berner Au im Hamburger Stadtteil Sasel verkleinert. Viele Anwohner sind dennoch unzufrieden. (16.12.2015) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | 01.03.2016 | 18:00 Uhr