Stand: 26.11.2015 07:19 Uhr

Asklepios will zehn Millionen Euro sparen

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Asklepios will in der Verwaltung sparen - nicht im medizinischen Bereich.

Der Hamburger Konzern Asklepios will sich neu aufstellen. Nach Informationen von NDR 90,3 sollen große Teile des Klinikbetreibers umstrukturiert werden. Betroffen von dem Umbau sind alle nicht-medizinischen Dienstleistungen. Dazu gehören unter anderem der Einkauf, die Buchhaltung und die Technik. Der Konzern wolle damit Doppelstrukturen abbauen und Kosten sparen, sagte der Hamburger Asklepios-Chef Thomas Wolfram. Viele der heutigen Strukturen stammten noch aus der Zeit des Landesbetriebs Krankenhäuser und seien nicht mehr zeitgemäß. Die Hamburger Krankenhäuser waren 2004 privatisiert worden und werden seitdem von Asklepios geführt.

Mitarbeiter fürchten Nachteile

Als positive Beispiele nennt Wolfram das Labor und die Apotheke, die bereits vor längerer Zeit zentralisiert worden seien. Ziel sei es, auf diese Weise jährlich bis zu zehn Millionen Euro einzusparen. Der Umbau betreffe insgesamt rund 1.000 Mitarbeiter. Die meisten von ihnen sollen laut Wolfram von bereits bestehenden Tochtergesellschaften in andere Gesellschaften wechseln. Bei den Beschäftigten sorgen die Pläne für Unruhe: Sie befürchten, dass Personal abgebaut wird und Tarife umgangen werden könnten. Die Umstrukturierungen sollen mit dem Gesamtbetriebsrat beraten und verhandelt werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | 26.11.2015 | 06:00 Uhr