Stand: 10.08.2017 20:22 Uhr

Altona: Weiter Ärger um Drogenhilfe

In Hamburg-Altona reißt der Ärger um die Drogenhilfe "Stay Alive" nahe der Großen Bergstraße nicht ab. Süchtige sollen dort unter Aufsicht und hinter verschlossenen Türen Heroin konsumieren. Anwohner jedoch beklagen, dass auf offener Straße Drogen verkauft und auch konsumiert werden. Als die Einrichtung vor fünf Jahren in der Virchowstraße öffnete, versprach man ihnen, es werde keinen Dogenhandel vor ihrer Tür geben.

Zunahme des Drogenkonsums

Von einer offenen Drogenszene im Herzen Altonas könne man aber nicht sprechen, sagte ein Sprecher der Polizeiwache Mörkenstraße. Es sei zwar eine leichte Zunahme des Straßenhandels zu verzeichnen, dagegen gehe man aber vor - und sei zuversichtlich, die derzeitige Entwicklung zu stoppen und zurückzudrängen.

Mehr Kontrollen

Christine Tügel vom Träger des "Stay Alive" sagte, man habe nach einem Runden Tisch mit den Anwohnern reagiert. Die Frequenz, in der die Mitarbeiter auf dem Hof Kontrollen durchführten, sei erhöht worden. "Sie gehen im Viertelstundentakt raus und werden tätig, wenn dort Handel oder Drogenkonsum stattfindet", so Tügel.

Anwohner weiter skeptisch

Die Anwohner der Virchowstraße hingegen sind skeptisch. Sie glauben, die bisherigen Maßnahmen würden nicht abschrecken. Die Polizei setze dort jeden zweiten Tag Dealer fest. Am Donnerstag kam es dann nach Informationen von NDR 90,3 zu einer größeren Polizei-Aktion. Drei Mannschaftswagen der Polizei umzingelten am Nachmittag die Drogenhilfeeinrichtung, Polizisten nahmen offensichtlich auch Verdächtige mit.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 09.08.2017 | 17:00 Uhr

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