Stand: 27.07.2017 11:19 Uhr

Airbus: Probleme mit A320neo und A380

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Modelle der A320-Familie werden im Hamburger Airbus-Werk in Finkenwerder gefertigt.

Der Flugzeugbauer Airbus bekommt die Probleme mit seinem Hoffnungsträger A320neo und dem Großraumjet A380 offenbar nicht in den Griff. Der Luftfahrtkonzern hat am Donnerstag bei der Vorlage seiner Bilanz von einem Gewinneinbruch im zweiten Quartal berichtet. Airbus stellte dabei das Ziel von 700 ausgelieferten Zivilflugzeugen im laufenden Jahr infrage.

A380-Produktion wird gedrosselt

Fehlende Bestellungen für den A380 zwingen den Airbus zu einem harten Schritt. Ab 2019 sollen jährlich nur noch acht Exemplare des weltgrößten Passagierflugzeugs die Werkshallen verlassen. Vergangenes Jahr hatte Airbus noch 28 A380 ausgeliefert, für 2018 ist bereits eine Kürzung auf 12 Jets geplant.

Anhaltende Probleme mit Triebwerken beim A320neo

Bei Airbus' größtem Verkaufsschlager, dem modernisierten Mittelstreckenjet A320neo, bringen Probleme der Triebwerksbauer das Auslieferungsziel in Gefahr. Die Hauptschuld für die Schwierigkeiten gab Vorstandschef Tom Enders dem US-Triebwerkshersteller Pratt & Whitney. Der Lieferant müsse sich mehr anstrengen, um die Triebwerksmängel zu beheben, sagte Enders. "Pratt & Whitney hat Lösungen zur Behebung einiger Mängel bereitgestellt, die im Regelbetrieb aber noch nicht zuverlässig greifen", erklärte der Konzern. Es werde daher anspruchsvoller, wie geplant im laufenden Jahr 200 Flugzeuge des Typs A320neo auszuliefern. Zum schlechten Ergebnis trugen auch Mehrkosten für den Militärtransporter A400M bei. Wegen technischer Probleme gibt es weiterhin Vertragsquerelen mit den Abnehmern.

Gewinn bricht deutlich ein

Im zweiten Quartal musste Airbus bei Umsatz und Gewinn kräftige Rückgänge hinnehmen. Die Erlöse sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 15,7 Milliarden Euro. Der um Einmaleffekte bereinigte operative Gewinn (Ebit) schrumpfte um 27 Prozent auf 859 Millionen Euro. Unter dem Strich sank der Überschuss um 34 Prozent auf 895 Millionen Euro.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 27.07.2017 | 10:00 Uhr

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