Stand: 30.09.2015 08:55 Uhr

A-7-Baustelle: Lkw müssen wieder rechts fahren

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In der A-7-Baustelle durften Lkw vier Monate lang überholen.

Hamburg beendet den Modellversuch in der Baustelle auf der Autobahn 7. Am Autobahndreieck Hamburg-Nordwest dürfen Lastwagen nicht länger überholen, sondern müssen auf dem rechten Fahrstreifen bleiben, wie NDR 90,3 berichtete.

49 Unfälle

Vier Monate lang durften Lkw in der A-7-Baustelle zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein auch links fahren. Seitdem bildeten sich auf der rechten Spur keine langen Lkw-Rückstaus mehr bis in den Elbtunnel, wie das zuvor der Fall war. Tausende Autofahrer haben vom bundesweit einmaligen Modellversuch profitiert - bis auf 49. Sie waren in Unfälle verwickelt, als Lastwagen am Ende der Überholstrecke rechts einfädelten und ihre Fahrzeuge streiften.

"Verkehrssicherheit geht vor Verkehrsfluss"

Bei den 49 Unfällen wurde nur ein Mensch - ein Motorradfahrer - leicht verletzt . "Aber bei uns gilt der Grundsatz Verkehrssicherheit geht vor Verkehrsfluss", sagte eine Sprecherin der Polizei. Deswegen stoppt die Polizei jetzt den Modellversuch der Hamburger Verkehrsbehörde. Eigentlich sollte er sowieso nur bis Mitte September dauern, dann sollten diese Bauarbeiten fertig sein. Nach Informationen von NDR 90,3 verlängern sie sich aber um einen Monat, weil es Probleme mit dem Fundament des Autobahndeckels in Schnelsen gibt.

Gleich nach Beendigung des Modellversuchs am Mittwochmorgen staute sich der Lkw-Verkehr auf der rechten Spur auf einer Länge von bis zu 20 Kilometern.

Weitere Informationen

Autobahn 7: Der große Ausbau im Norden

Die A 7 wird auf einer rund 70 Kilometer langen Strecke zwischen dem Hamburger Elbtunnel und dem Dreieck Bordesholm ausgebaut. NDR.de informiert über das Bauprojekt und die aktuelle Verkehrslage. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 29.09.2015 | 17:00 Uhr