Stand: 29.01.2016 11:41 Uhr

Windenergie - der Norden als Vorreiter

In Niedersachsen stehen die meisten Windkraftanlagen Deutschlands.

Im Mix der erneuerbaren Energien spielt Windenergie die bedeutendste Rolle. Die Kraft des Windes, die umweltschonende Alternative zu Erdöl und Steinkohle, gewinnt immer mehr an Bedeutung und sorgt dafür, dass jedes Jahr mehrere Millionen Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxids eingespart werden können. Vor allem an den Küsten im Norden Deutschlands rentieren sich die Windkraftanlagen.

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In keinem anderen Bundesland kann so viel Windenergie produziert werden wie in Niedersachsen. An Land stehen dort 5.713 Windräder mit einer kumulierten Leistung von 8.602 Megawatt. In Schleswig-Holstein sind es 3.435 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 5.896 Megawatt. Im norddeutschen Ranking folgt dahinter Mecklenburg-Vorpommern mit 1.788 Windrädern. In Hamburg stehen 53 Windräder. (Stand: 31.12.2015, Quelle: Deutsche WindGuard) Insgesamt war Ende 2015 bundesweit eine Windkraft-Leistung von 41.652 Megawatt installiert. Zum Vergleich: Ein mittleres Atomkraftwerk wie das Kernkraftwerk Emsland hat eine Nennleistung von etwa 1.400 Megawatt.

Offshore-Windparks spielen bei Energiewende zentrale Rolle

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern bis zum Jahr 2030 auf mindestens 50 Prozent zu steigern. 2013 lag er bei knapp 25 Prozent. Neben neuen Windkraftanlagen an Land und dem sogenannten Repowering, also dem Ersatz älterer Windräder durch neue, leistungsfähigere Anlagen, spielt dabei der Ausbau der Offshore-Windenergie auf Nord- und Ostsee eine zentrale Rolle.

Offshore-Windparks bezeichnen Anlagen, die nicht auf dem Festland stehen, sondern vor der Küste (englisch: offshore, vor der Küste gelegen). Auf dem Meer weht der Wind häufiger und stärker als an Land. Die Energie-Erträge sind daher auf See höher. Mittlerweile sind 35 Offshore-Windparks mit mehr als 1.800 Anlagen genehmigt - 31 in der Nordsee und drei in der Ostsee.

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Offshore-Windparks - auch mal im Gegenwind

Immer mehr Windparks entstehen vor den deutschen Küsten. Mittlerweile sind 35 Offshore-Anlagen in der Nord- und Ostsee genehmigt. Was sind Vor- und Nachteile der neuen Technik? mehr

Über die Zulassung der Offshore-Windparks in weiten Teilen der deutschen Nord- und Ostsee entscheidet das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg. Die Behörde prüft unter anderem, ob die sogenannten Schutzgüter der Meeresumwelt (Vögel, Fische, Meeressäuger, Boden und Wasser) durch die Projekte gefährdet werden.

Auswirkungen auf die Tierwelt

Diskutiert wird, welche Folgen der Betrieb von Windkraftanlagen auf die Tierwelt hat. So fordert zum Beispiel der Umweltschutzverband NABU, Naturschutzbelange beim Ausbau der erneuerbaren Energien stärker zu berücksichtigen. Gravierende Versäumnisse gebe es bei der Standortwahl und Realisierung einzelner Projekte, zum Beispiel beim Offshore-Windpark Butendiek westlich von Sylt. Dort seien Naturschutzvorgaben missachtet worden, der Windpark hätte nach Meinung des NABU nie genehmigt werden dürfen. Nach Ansicht der Naturschützer sind dort Schweinswale und streng geschützte Meeresvögel gefährdet oder vertrieben worden. "Unsere Natur darf nicht zu den Leidtragenden der Energiewende werden", heißt es beim NABU. Der Verband setzt sich außerdem dafür ein, dass zum Schutz von Vögeln Windkraftanlagen nicht an Seen, Feuchtgebieten und Wäldern errichtet werden.

 

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Dossier: Windenergie in Norddeutschland

Im Mix der erneuerbaren Energien spielt Windenergie die bedeutendste Rolle. Vor allem an den Küsten im Norden Deutschlands kommt die Windenergie zum Zuge. Infos im Dossier bei NDR.de. mehr

Dieses Thema im Programm:

Panorama 3 | 06.12.2016 | 21:15 Uhr

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