Stand: 07.04.2013 11:37 Uhr  | Archiv

Tausende demonstrieren gegen Rassismus

Bild vergrößern
Mit Slogans wie "Rassismus tötet" demonstrierten etwa 2.000 Menschen in der Hamburger Innenstadt.

Deutlich mehr Menschen als erwartet haben am Sonnabend an einer Großdemonstration gegen Rassismus in der Hamburger Innenstadt teilgenommen. Laut Polizei protestierten rund 2.100 Menschen, darunter zahlreiche Asylbewerber sowie Mitglieder antifaschistischer Gruppen, mit Transparenten, auf denen Slogans wie "Rassismus tötet" oder "Kein Mensch ist illegal" zu lesen waren. Die Organisatoren sprachen sogar von 3.000 Teilnehmern.

Von der City aus zogen sie friedlich nach St. Pauli, nur der Verkehrsfluss wurde teilweise vom Protestmarsch behindert. Ursprünglich hatte die Polizei mit etwa tausend Teilnehmern gerechnet.

Forderung: Residenzpflicht soll aufgehoben werden

Zu der Veranstaltung hatte der Flüchtlingsrat Hamburg aufgerufen. Ziel war es den Organisatoren zufolge, auf die prekäre Situation von Asylbewerbern in Deutschland aufmerksam zu machen und gegen Abschiebung zu protestieren. Auf zahlreichen Kundgebungen forderten die Veranstalter unter anderem, die sogenannte Residenzpflicht aufzuheben. Zurzeit dürfen sich Asylbewerber während ihres Anerkennungsverfahrens in Deutschland nicht frei bewegen, sondern nur in bestimmten Bereichen aufhalten.