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Bürgermeister fordern schnelle Gorleben-Erkundung

Ein Bagger im Salzstock in Gorleben © dpa
große Bildversion anzeigen Seit dem Jahr 2000 ruht die Erkundung des Salzstocks Gorleben. (Archivfoto)

Im Streit über die Eignung des niedersächsischen Salzstocks Gorleben als Atommüll-Endlager sind die betroffenen Kommunen offenbar dafür, dass die Erkundung möglicht bald wiederaufgenommen wird. Dies fordern die Bürgermeister der Gemeinde Gorleben und der Samtgemeinde Gartow in einem gemeinsamen Schreiben an die Umweltpolitiker von Union und FDP. "Die Untersuchung muss zu Ende geführt werden", sagte am Sonnabend der Bürgermeister der Samtgemeinde Gartow, Friedrich-Wilhelm Schröder. In dem Schreiben heißt es laut dem Nachrichtenmagazin "Focus": "Nach mehr als 30-jähriger Diskussion haben wir einen Anspruch darauf, ohne weitere politische Verzögerungen Klarheit hierüber zu erlangen."

Bei ihren Koalitionsverhandlungen in Berlin waren Umweltpolitiker von Union und FDP im Laufe der Woche bereits übereingekommen, das Salzbergwerk in Gorleben als Atommüll-Endlager weiter zu erkunden. Eine endgültige Entscheidung ist aber noch nicht gefallen.

Bürgermeister hofft auf Arbeitsplätze

Schröder und sein Amtskollege Krüger aus Gorleben gehören beide der CDU an. Das Schreiben ist aber auch vom SPD-Fraktionschef der Samtgemeinde Gartow, Klaus Hofstetter, unterzeichnet. Während Atomkraftgegner immer wieder gegen das Vorhaben demonstrieren, gibt es in den betroffenen Orten selbst Unterstützung für das Projekt. Die Samtgemeinde Gartow hoffe auf zusätzliche Arbeitsplätze, sagte Schröder. "Die Ergebnisse der Untersuchung sollen mit internationaler Begutachtung bewertet werden", forderte er. "Wenn dann ein positives Ergebnis rauskommt, werden wir zustimmen, dass ein Endlager eingerichtet wird."

Stand: 17.10.2009 15:04
Schild warnt vor radioaktiver Strahlung © picture-alliance/dpa
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