Stand: 26.09.2017 15:17 Uhr

Airbus-Werke in Norddeutschland

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Einer von rund 16.000 Airbus-Beschäftigten in Hamburg

Die Werke in Hamburg und Toulouse mit ihren beiden Endmontagelinien sind die Hauptsäulen der Airbus-Produktion. Zusätzlich betreibt der Flugzeughersteller noch mehrere Werke für Kompenenten. In Norddeutschland gibt es insgesamt noch vier Airbus-Werke. Die beiden ausgegliederten Standorte Nordenham und Varel bilden seit dem 1. Januar 2009 mit dem früheren EADS-Werk in Augsburg den Flugzeugteile-Hersteller Premium Aerotec. Die GmbH ist wie Airbus eine 100-prozentige Tochter von EADS. Das Werk in Laupheim wurde im Oktober 2008 an die Rüstungskonzerne Diehl und Thales verkauft.

Die vier Werke im Norden und ihre Aufgaben:

  • Hamburg

    Das Werk in Hamburg-Finkenwerder ist mit rund 16.000 Beschäftigten inklusive Leiharbeitern der mit Abstand größte deutsche Airbus-Standort. In der Hansestadt gibt es das zweite Endmontagezentrum neben Toulouse, außerdem ist Finkenwerder Sitz der Geschäftsführung von Airbus Deutschland. Die vier Modelle der erfolgreichen A320-Familie werden dort endmontiert: A318, A319, A320 und A321. Für das Großraumflugzeug A380 wurde eigens ein Auslieferungszentrum gebaut, die Landebahn für die Frachtversion des Großraumfliegers verlängert. Die Mitarbeiter fertigen und montieren unter anderem Rumpfsektionen und Innenausstattungen für Airbus-Flugzeuge. Auch ein Großteil der Entwicklung findet dort statt. Auch das A330- und das A350-XWB-Programm spielen für die Hansestadt eine Schlüsselrolle: Vordere und hintere Rumpfsegmente werden dort montiert und ausgerüstet.

  • Bremen

    An der Weser arbeiten mehr als 3.000 Beschäftigte. Das zweitgrößte deutsche Airbus-Werk ist wie Hamburg an der Entwicklung beteiligt und verantwortlich für die Produktion des Militärtransporters A400 M, für den im Bremer Werk der Rumpf gefertigt wird. Zudem werden Landeklappen für Airbus-Flugzeuge gebaut. Bremen ist auch bekannt als Kompetenzzentrum für Raumtransport, bemannte Raumfahrt und Weltraumrobotik. Die Mitarbeiter arbeiten an Programmen wie dem Versorgungstransporte ATV, der Trägerrakete Ariane 5 und der Orion-Raumkapsel MPCV - ein Projekt von NASA und ESA. Bremen verantwortet darüber hinaus den Betrieb der europäischen Komponenten der Internationalen Raumstation ISS.

  • Stade

    Der Werk in Stade ist Zentrum für die Verarbeitung von Kohlefaserverbundwerkstoffen bei Airbus Deutschland. Knapp 2.000 Mitarbeiter werden in dieser niedersächsischen Airbus-Niederlassung beschäftigt. Sie fertigen Seitenleitwerke für alle Airbus-Flugzeuge. Auch für das Kampfflugzeug "Eurofighter/Typhoon" werden dort Rumpfschalen und Kleinteile aus CFK produziert.

  • Buxtehude

    Buxtehude ist der kleinste Airbus-Standort in Deutschland. Die rund 350 Mitarbeiter produzieren Kabinen-Kommunikationseinrichtungen und Passagier-Systeme. Außerdem entwickeln sie unter anderem elektronische Kabinenmanagementsysteme und ein elektronisches Sitzverstell-System. Neben der Entwicklung und Produktion gehören auch Vermarktung, Wartung und der Ersatzteilservice zum Tätigkeitsspektrum.

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Nordenham und Varel ausgegliedert

Die früheren Airbus-Werke in Nordenham und Varel wurden ausgegliedert und bilden seit dem 1. Januar 2009 gemeinsam mit dem früheren EADS-Werk in Augsburg den Flugzeugteile-Hersteller Premium Aerotec GmbH. Der neu formierte Luftfahrtkonzern beschäftigt in Deutschland und Rumänien mehr als 10.000 Mitarbeiter, davon etwa 4.500 in Nordenham und Varel. Ursprünglich wollte sich Airbus von den Werken trennen, fand jedoch keinen geeigneten Käufer. Nun sind die Werke mehrheitlich im Besitz der Airbus-Mutter EADS. Das Kerngeschäft des Unternehmens ist nach eigenen Angaben die Entwicklung und Produktion von Metall- und Kohlefaserverbund-Flugzeugstrukturen und die damit verbundenen Fertigungssysteme.

Weitere Informationen

Airbus: Der europäische Flugzeugbauer

Der Flugzeugkonzern Airbus betreibt in Norddeutschland vier Werke. Hamburg ist das größte. Für den Großraumjet A380 wurde dort extra die Landebahn verlängert. mehr

Dieses Thema im Programm:

Wie geht das? | 24.02.2016 | 18:15 Uhr

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