Stand: 27.07.2017 18:00 Uhr

A380 - das größte Passagierflugzeug der Welt

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Der zweistöckige Airbus A380 ist das größte Passagierflugzeug der Welt.

Der Airbus A380 ist das bislang größte Flugzeug in der Geschichte der zivilen Luftfahrt. In der Basisversion der Maschine finden 555 Fluggäste Platz, in der Ausführung für die Lufthansa gibt es auf den zwei Decks Sitze für 526 Passagiere. First und Business Class befinden sich im Oberdeck, die Economy Class unten. Das vierstrahlige Flugzeug mit einer Spannweite von 79,8 Metern kann 15.400 Kilometer ohne Zwischenlandung zurücklegen - also nonstop Verbindungen zwischen den wichtigsten Drehkreuzen in Europa, Nordamerika und Asien bewältigen.

Mehrere Standorte in Europa beteiligt

Deutschland liefert das vordere und hintere Rumpfteil sowie das Seitenleitwerk. Cockpit, Flugsteuerung und Mittelteil kommen aus Frankreich. Großbritannien steuert die Tragflächen und Spanien das Heck bei. Zusammengebaut wird das Flugzeug im französischen Toulouse. Die Inneneinrichtung wird schließlich im Airbus-Werk Hamburg eingebaut, wo der Super-Jumbo auch lackiert wird.

Massentransporter für Billigflieger?

Das 72,7 Meter lange Großraumflugzeug mit einem maximalen Startgewicht von 569 Tonnen ist zweistöckig, mit Sitzen auf beiden Etagen. Das Cockpit befindet sich zwischen den Ebenen. Auf Wunsch können die Maschinen mit großzügigen Unterhaltungs- oder Schlafmöglichkeiten für Fluggäste ausgestattet werden. Mit engeren Stuhlreihen können die Maschinen bis zu 853 Menschen befördern und damit als Massentransporter für Billigflieger eingesetzt werden.

40 Prozent mehr Passagiere als der Boeing-Konkurrent

Als erstes Langstreckenflugzeug verbraucht der A380 nach Herstellerangaben pro Passagier und pro 100 Kilometer nur noch drei Liter Kerosin. Die Betriebskosten sollen rund 20 Prozent unter denen bisheriger Großraumflugzeuge liegen. Laut Airbus kann die A380 gut 40 Prozent mehr Passagiere transportieren als der Boeing-Jumbo 747 und ist dabei nur etwa halb so laut.

Negativ-Schlagzeilen kratzen am guten Image

Mehrfach machte das Projekt Negativ-Schlagzeilen mit Produktionsproblemen. Erst mit 18 Monaten Verspätung wird im Oktober 2007 der erste A380 an Singapore Airlines ausgeliefert. Im Jahr 2012 werden an aktiven Maschinen Haarrisse an Tragflächen entdeckt, 70 Flugzeuge müssen nachgerüstet werden. Ein Jahr später gibt es erneut Nachrichten von Rissen am Rumpf. Das Problem wird allerdings als weniger kritisch bewertet. Zudem fordert Großbesteller Emirates seit Längerem eine Modernisierung des Modells.

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Riesenflieger vor dem Aus?

Mitte Dezember 2014 bringt der Airbus-Mutterkonzern ein mögliches Ende des weltgrößten Passagierflugzeugs ins Gespräch und verschreckt damit seine Anleger. Beim Flugzeugbauer selbst will man zu diesem Zeitpunkt von einem drohenden Aus nichts wissen. "Es ist sicher, dass wir die A380 eines Tages mit sparsameren Triebwerken versehen, und irgendwann wird es auch eine verlängerte Version des Flugzeugs geben", versichert Airbus-Flugzeugbauchef Fabrice Brégier.

A380 erreicht Gewinnschwelle

Bis Ende April 2016 werden 319 der Riesenflieger geordert - dies bedeutet genau eine Neubestellung seit Dezember 2014. An Kunden wie Emirates, Singapore Airlines, Lufthansa, Qantas, Air France und British Airways werden insgesamt 145 Maschinen ausgeliefert. Allerdings liegen die Bestellungen weit unter dem Bedarf, den der Hersteller bei der Entwicklung erwartet hatte. Auf der Jahrespressekonferenz im Januar 2016 teilt Airbus dennoch mit, im Jahr zuvor die Gewinnschwelle erreicht zu haben.

Senkung der Produktion

Doch weil seit über einem Jahr die Neubestellungen ausbleiben, zieht das Unternehmen im Juli 2017 Konsequenzen: Ab 2019 sollen jährlich nur noch acht Exemplare des weltgrößten Passagierflugzeugs die Werkshallen verlassen. 2016 hatte Airbus noch 28 A380 ausgeliefert, für 2018 war bereits eine Kürzung auf 12 Jets geplant.

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Wie geht das? | 24.02.2016 | 18:15 Uhr

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