Stand: 22.03.2016 06:28 Uhr

Zukunft der HSH Nordbank offiziell geregelt

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Offene Fragen seien geklärt, teile die HSH Nordbank in Hamburg mit.

Die EU-Kommission und die Bundesrepublik Deutschland haben sich nun auch offiziell über die Zukunft der HSH Nordbank verständigt. Fünf Monate nach der informellen Einigung seien die offenen bilanzrelevanten Fragen geklärt. Das teilte die HSH Nordbank am Montag in Hamburg mit.

Verkauf innerhalb von zwei Jahren

Es bleibt inhaltlich bei den bekannten Eckwerten: Die Bank darf notleidende Schiffskredite an die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein und über den Markt abgeben. Im Gegenzug muss die Bank innerhalb von zwei Jahren verkauft oder abgewickelt werden.

Nach der Einigung mit der EU werden die Länder bis zur Jahresmitte Schiffskredite im Nennwert von fünf Milliarden Euro übernehmen. Bislang war stets von 6,2 Milliarden Euro die Rede. Im Gegenzug kann die Bank statt 2 nun 3,2 Milliarden Euro Kredite über den Markt verkaufen und die dabei entstehenden Verluste direkt gegen die Garantie abrechnen.

Bilanz-PK wird nachgeholt

Weil die Verhandlungen mit der EU länger als geplant dauerten, hatte die Bank ihre für den 24. März anberaumte Bilanz-Pressekonferenz vorläufig abgesagt. Sie soll nun am 9. Juni nachgeholt werden. Die Verhandlungen wurden zwischen der EU-Kommission und dem Bund geführt, weil es sich um ein EU-Beihilfeverfahren handelt.

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