Stand: 20.05.2017 11:33 Uhr

Unwetter rollen über den Norden

Eine Unwetterfront mit schweren Gewittern ist am Freitagnachmittag und -abend von Süden her über Norddeutschland gezogen. Bis in die Nachtstunden galt eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD), zuletzt war sie auf Schleswig-Holstein beschränkt. Örtlich gab es Starkregen mit bis zu 40 Litern Wasser pro Quadratmeter, schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Kilometern pro Stunde und großkörnigen Hagel.

U-Bahnverkehr in Hamburg gestört

In Hamburg wurde am Abend zeitweise der Flugverkehr eingestellt. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, verbrachten rund 400 Reisende die Nacht am Flughafen. Helfer des Roten Kreuzes versorgten die Menschen und bauten Feldbetten auf. Auch der U-Bahn-Verkehr in der Hansestadt war beeinträchtigt. Ein Blitzschlag hate eine Stellwerksstörung ausgelöst, danach wurde auf der U-Bahnlinie 3 ein Ersatzverkehr mit Bussen und Taxis zwischen den Haltestellen Barmbek und Wandsbek Gartenstadt eingerichtet, wie die Hochbahn mitteilte. Auf der U2 zwischen Billstedt und Mümmelmannsberg gab es ebenfalls Ersatzverkehr.

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Überflutete Straßen, gestrandete Fluggäste

Ein Unwetter hält in der Nacht zu Sonnabend die Hamburger Feuerwehr in Atem. Straßen überfluten, Keller laufen voll. Am Flughafen müssen 29 Flüge gestrichen werden. Bildergalerie

Die Hamburger Feuerwehr war in den Abendstunden fast pausenlos im Einsatz. Es habe 118 wetterbedingte Einsätze gegeben, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Zwei Blitzeinschläge hätten zu Schwelbränden geführt, die rasch gelöscht wurden. "Etwas wirklich Dramatisches war aber nicht dabei", so der Sprecher.

Überschwemmte Straßenzüge in Schleswig-Holstein

Auch in Schleswig-Holstein bescherte das Unwetter der Feuerwehr zahlreiche Einsätze - größtes Problem waren die heftigen Regenfälle. In Neumünster standen mehrere Straßenzüge unter Wasser, in Reinfeld (Kreis Stormarn) musste die Feuerwehr einige Keller auspumpen, in Bad Segeberg wurde ein  Campingplatz überschwemmt. In Traventhal bei Bad Segeberg brannte der Dachstuhl eines Einfamilienhauses ab - vermutlich nach einem Blitzschlag. Verletzt wurde jedoch niemand.

Niedersachsen: Störungen im Bahnverkehr

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Unwetter: Starkregen überflutet Straßen

Unwetterartiger Starkregen hat in Niedersachsens am Freitag zeitweilig für Chaos gesorgt. Auf der Autobahn 39 gab es mehrere Unfälle. Bei Lüneburg fiel eine Rekordmenge Regen. mehr

Auch in Niedersachsen wurden zahlreiche Straßen überflutet. Es kam zu mehreren Unfällen auf der Autobahn 39. Im Regional- und Fernverkehr in Niedersachsen ging wegen des Unwetters vorübergehend nichts mehr. Ein Blitzschlag löste eine Störung der Oberleitung auf der Strecke zwischen Hannover und Hamburg aus.

Wetterbesserung am Wochenende

Am Samstagmorgen war das schlechte Wetter dann "mit einem Schlag vorbei", wie es Michael Bauditz vom DWD am Freitag prognostiziert hatte. Nun bestimmt ein Hochdruckgebiet mit kühlerer Luft das Geschehen, bei Temperaturen zwischen 16 und 19 Grad. Einzelne Schauer könnten allerdings auch nicht ausgeschlossen werden. Für Sonntag und Montag rechnet der DWD mit einer deutlichen Wetterbesserung.

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Egal ob Dauerregen, kurzer Schauer oder gar Schneefälle: Unser Niederschlagsradar verrät auf einen Blick, wo im Norden dunkle Wolken aufziehen. mehr

Prognose: Wie wird das Wetter?

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Aktuell | 20.05.2017 | 07:45 Uhr

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