Stand: 08.01.2017 17:01 Uhr

Tauwetter beendet Glatteis-Chaos im Norden

Spiegelglatte Straßen haben am Sonnabend den Verkehr im Norden massiv behindert. Mittlerweile sind die Temperaturen wieder gestiegen, sodass der Deutsche Wetterdienst (DWD) seine Unwetterwarnung für Norddeutschland wieder aufgehoben hat. Allerdings sollten die Menschen im Norden weiter auf die aktuelle Wettervorhersage achten, stellenweise kann es immer noch glatt werden.

Besonders schlimm hatte das extreme Glatteis Niedersachsen getroffen. Dort ereigneten sich Unfälle im Minutentakt. In Hemmingen, südlich von Hannover, starb ein Autofahrer, nachdem er mit seinem Wagen von der Straße abgekommen und gegen einen Baum gefahren war. Der Busverkehr in der Landeshauptstadt wurde wegen der Witterung zwischenzeitlich eingestellt.

Tückische Glätte bringt den Norden ins Rutschen

Auch in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein kam es zu vielen Unfällen, meist blieb es bei Blechschäden.

Über die aktuelle Lage auf den Straßen informiert das NDR Verkehrsstudio:

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Spezielle Wetterlage als Ursache

Ursache des Glatteis war eine spezielle Wetterlage. Seit der Nacht zu Sonnabend hatte es in einigen Teilen Norddeutschlands geschneit. Da die Luft in der Höhe aber noch wärmer war, ging der Schnee teilweise in Regen über. "Wenn der Regen auf den aktuell noch gefrorenen Boden oder auch auf eine Schneedecke trifft, wird es sehr gefährlich - auch auf den Gehwegen", erklärte Diplom-Meteorologe Andreas Friedrich im Gespräch mit NDR.de.

So ist die Situation in den norddeutschen Ländern

Glätte-Chaos: Eisregen schleudert alles durcheinander

Blitzeis hat Niedersachsen am Sonnabend voll erwischt: Bis tief in die Nacht krachte es ohne Unterlass. Die Polizei zählte rund 700 Unfälle, darunter auch einen Toten. Noch immer gilt: Vorsicht! mehr

Blitzeis in Hamburg: Glatte Straßen und Gehwege

Nach der Rutschpartie am Sonnabend hat sich die Wetterlage beruhigt. Die Blitzeis-Bilanz: Rund 400 Fußgänger verletzten sich in Hamburg bei Stürzen auf glatten Gehwegen. mehr

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Glatteis: Unfälle und gesperrte Autobahnen in SH

Auf der A 7 kippt ein Laster um, die A 1 wird zwischen Barsbüttel und Stapelfeld nach einem Unfall gesperrt. Die Glätte hat den Verkehr im Norden am Sonnabend extrem beeinträchtigt. mehr

Streudienste unterwegs

Die Streudienste waren allerorten im Einsatz. Allein in Hamburg rückten 350 Fahrzeuge und etwa 1.000 Mitarbeiter aus, um die doppelte Salzmenge wie an normalen Wintertagen zu streuen. Insbesondere auf den kleinere Neben- und Fußwegen waren Verkehrsteilnehmer und Fußgänger stark gefährdet. Nach Angaben der Feuerwehr rutschten in Hamburg Hunderte Fußgänger auf spiegelglatten Gehwegen aus. Sie zogen sich Knochenbrüche, Platzwunden, Prellungen und Zerrungen zu, "aber zum Glück keine lebensgefährlichen Verletzungen", wie die Feuerwehr mitteilte.

Weitere Informationen

Prognose: Wie wird das Wetter?

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Aktuell | 08.01.2017 | 11:00 Uhr

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