Stand: 08.01.2016 16:57 Uhr

Schnee und Kälte ade - dank "Britta"

Im Norden hat die weiße Schneepracht nicht lange gehalten: Regen und steigende Temperaturen haben den Schnee vielerorts schnell aufgelöst. In der Nacht zum Freitag hatte sich die klirrende Kälte mit örtlich kräftigem Schneefall verabschiedet. Hamburg verschwand unter einer zehn Zentimeter dicken Schneedecke. Die Stadtreinigung war mit 900 Leuten und 350 Fahrzeugen unterwegs. In Niedersachsen blieben einige Schulen erneut geschlossen. Auf den Straßen gab es allerdings weniger Probleme durch Eisregen als befürchtet. Ähnlich war die Situation in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Dort meldete die Polizei wenige glättebedingte Unfälle. Einige Menschen wurden leicht verletzt, meist blieb es bei Blechschäden. Auch ein Verkehrschaos blieb nach Angaben der Leitstellen aus. "Offenbar hatten sich alle auf die angekündigten Schneefälle und mögliche Eisglätte eingestellt", sagte ein Polizeisprecher.

Keine Schulbusse in Rostock

Viele Schulbusse in den Landkreisen Rostock, Nordwestmecklenburg und im Raum Ludwigslust fuhren nicht, in der Stadt Rostock fiel die Schülerbeförderung komplett aus. Der Unterricht in Mecklenburg-Vorpommern fand laut Bildungsministerium überall statt - die Eltern sollten allerdings selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken. Die Deutsche Bahn verzeichnete lediglich auf der Strecke Bützow-Pasewalk wegen starker Schneefälle nennenswerte Behinderungen, wie ein Sprecher sagte. Alle Strecken wurden bedient, es gab allerdings Verspätungen.

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Der Winter in Norddeutschland

Auf zehn Zentimeter Neuschnee folgt Dauerregen, in Niedersachsen fällt wegen Glätte die Schule aus. Die Kraniche überlegen es sich anders und ziehen doch in den Süden. Der Winter in Bildern. Bildergalerie

Eisbrecher "Arkona" erstmals im Einsatz

In Vorpommern ist seit einer Woche ist Dauerfrost - die Gewässer sind zum Teil zugefroren. Bis zu 20 Zentimeter dick ist das Eis. Deshalb ist am Freitag die "Arkona" zu ihrer ersten Eisbrecherfahrt in diesem Winter aufgebrochen. Zudem gilt für die Fähre zwischen Rügen und Hiddensee jetzt der Eisfahrplan. Statt der üblichen 14 Überfahrten täglich gebe es nur vier bis fünf, teilte die zuständige Reederei mit.

Nachts weiter glatte Straßen möglich

Sturmtief "Britta" vertrieb die Kälte aus dem Norden. Es zog über die Nordsee und Dänemark Richtung Baltikum, sodass der Wind zunehmend aus Westen kam und so milde Luft aus dem Westen und Süden mitbrachte. Dabei ließ "Britta" es vor allem an der Nordsee ordentlich pfeifen. Zum Wochenende bleibt es nach Einschätzung der Meteorologen nasskalt. Obwohl die Temperaturen tagsüber knapp zweistellig werden können, sei nachts weiterhin überfrierende Nässe möglich.

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Aktuell | 08.01.2016 | 12:00 Uhr

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