Stand: 29.01.2016 16:17 Uhr

Schiffe für Frontex-Einsatz verladen

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Die BP 64 "Börde" wird auf das Frachtschiff verladen.

Im Hamburger Hafen haben am Freitag zwei Boote den Weg ins Mittelmeer angetreten. Die beiden Streifenboote der Bundespolizei sollen in der Europäischen Frontex-Aktion "Poseidon" ab dem 1. März für drei Monate gemeinsam mit der griechischen Küstenwache vor der Insel Samos patrouillieren.

Bei stürmischem Wind war es für die Kranführer des Schwergutfrachters "Finesse" im Dradenauhafen Millimeterarbeit. Die 21 Meter langen und gut 50 Tonnen schweren Boote wurden aus dem Wasser gehievt und auf dem Deck abgesetzt. Dann wurden die "Uckermark" und die "Börde" mit der Aufschrift "Küstenwache" festgezurrt; für ihre lange Reise ins Mittelmeer, sagt Bundespolizeisprecher Matthias Menge.

Besatzung wird eingeflogen

Am 17. Februar werden die Boote auf der griechischen Insel Samos ankommen. Ab März unterstützt die Bundespolizei dann die griechische Küstenwache mit den beiden Schiffen bei der Grenzüberwachung und der Rettung von Flüchtlingen in der Ägäis. Die Besatzungen werden dazu eingeflogen. Alle Bundespolizisten haben sich freiwillig für die Mission gemeldet. Die Motivation der Beamten im Mittelmeer zu helfen sei groß, sagt Matthias Menge. Die Boote sind normalerweise in Warnemünde an der Ostsee stationiert. Die Kosten des deutschen Frontex Beitrages sind nicht bekannt. Der Einsatz vor der Insel Samos ist für drei Monate geplant.

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