Stand: 26.02.2016 16:00 Uhr

Nordex spürt deutlichen Aufwind

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Nordex konnte seine Windkraftanlagen zuletzt gut verkaufen.

Das norddeutsche Windenergie-Unternehmen Nordex hat seine Krise aus den vergangenen Jahren offenbar endgültig überwunden. Der Umsatz legte 2015 um rund 40 Prozent auf den Rekordwert von 2,43 Milliarden Euro zu, wie der Hersteller von Windturbinen am Freitag in Hamburg mitteilte. Somit sei die zuvor mehrmals angehobene Prognose des Vorstands noch übertroffen worden. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) zog demnach um mehr als 60 Prozent auf 126,2 Millionen Euro an. Der Grund für die positiven Zahlen: Nordex profitiert von der hohen Nachfrage nach Windanlagen in vielen Teilen der Welt - vor allem in Europa und Afrika.

Marktanteil in Deutschland erhöht

Zudem konnte die Nordex-Gruppe nach eigenen Angaben seinen Marktanteil in Deutschland zuletzt deutlich erhöhen - von 8,7 auf knapp 12 Prozent. Das Unternehmen sieht sich vor allem für sogenannte Schwachwindregionen gut aufgestellt. So erzielte Nordex 2015 in Bayern, dem fünftgrößten Windmarkt in Deutschland, einen Anteil von rund 50 Prozent. Der Anlagenbauer rechnet für dieses Jahr mit einem weiteren Wachstum auf dem Heimatmarkt. Zum Jahresauftakt hat Nordex nach eigenen Angaben in Deutschland bereits elf Aufträge über 50 Anlagen mit insgesamt rund 150 Megawatt erhalten.

Nordex-Chef zeigt sich optimistisch

So blickt Nordex-Vorstandschef Lars Bondo Krogsgaard zuversichtlich in die nahe Zukunft. Das Auftragsbuch mit fest finanzierten Aufträgen in Höhe von knapp 1,7 Milliarden Euro und der kurz bevorstehende Zusammenschluss mit der Acciona Windpower seien eine sehr gute Basis für weiteres Wachstum, sagte der Nordex-Chef am Freitag. Eine Ergebnisprognose will der Vorstand am 21. März bei der Bilanz-Pressekonferenz in Frankfurt am Main geben.

Nordex war 2013 nach zwei verlustreichen Jahren in die Gewinnzone zurückgekehrt. Mit der 2015 erworbenen Acciona Windpower will Nordex seinen Umsatz verdoppeln und damit zum Weltmarktführer Vestas aufschließen. Die Zentrale der Nordex-Gruppe befindet sich in Rostock, eine Zweigniederlassung in Hamburg.

 

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