Stand: 25.03.2016 14:47 Uhr

Neuer Rettungskreuzer "Berlin" schwimmt

Für die Endausrüstung wird der Rettungskreuzer "Berlin" zum Hauptsitz der Fassmer Werft geschleppt.

Die Arbeiten am neuesten Seenotrettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben einen wichtigen Meilenstein erreicht: Vor einigen Tagen wurde der Rohbau der neuen "Berlin" zu Wasser gelassen. Mit Hilfe eines kleinen Schleppers wurde der halbfertige Kreuzer über die Weser zur Endausrüstung zum Hauptsitz der Fassmer Werft gebracht. Dort wird das Schiff bis zum Jahreswechsel fertiggebaut.

Erfolgreiche "Hochzeit"

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Die etwas andere "Hochzeit": Das Deckshaus wird auf der Rumpf des Seenotrettungskreuzers gehievt.

Bevor der 28-Meter-Kreuzer ins Wasser gelassen wurde, stand aber die "Hochzeit" an: In der Montagehalle der Werft wurde das Deckshaus auf den Rumpf gesetzt. Wie beim Bau von Rettungskreuzern auf der Fassmer Werft üblich, war der Aluminiumrumpf in den vergangenen Monaten kopfüber zusammengeschweißt worden - ein Verfahren, das sich laut Seenotrettern bewährt hat. Anfang März war der Rumpf dann aus der Halle ins Freie geholt und mit Hilfe zweier Schwerlastkräne gedreht worden.

Ablösung zum Jahreswechsel

Die neue "Berlin" soll zum Jahreswechsel in Dienst gestellt werden. Es ist dann der zweite Kreuzer der neuen 28-Meter-Klasse. Das erste Schiff ist seit vergangenem Jahr auf Amrum stationiert. Im Gegensatz zur aktuellen, fast 31 Jahre alten "Berlin", ist das neue Schiff gut 1.000 PS stärker, hat mehr Platz und modernere Technik. "Auf dem alten Schiff müssen wir bisher unsere Messe zum Bordhospital umbauen, um Patienten zu versorgen - auf dem neuen Schiff wird es einen eigenen Raum zur Behandlung von Schiffbrüchigen geben", sagt Michael Müller, Vormann auf der "Berlin". Und die neue "Berlin" wird statt des offenen Fahrstandes eine geschlossene Brücke haben: "Im Einsatz ist hier die gesamte Besatzung dann zusammen", so Müller. Außerdem verfügt die neue "Berlin" über ein Wärmebildgerät im Mast, das die Suche nach Schiffbrüchigen unterstützt.

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