Stand: 14.09.2017 21:39 Uhr

Nach Sturm: Bahn fast wieder in der Spur

Nachdem Sturmtief "Sebastian" über den Norden hinweggezogen ist, hat sich die Lage am Donnerstag weitgehend normalisiert. Der Bahnverkehr wurde wieder auf allen Verbindungen aufgenommen. Allerdings fuhren zunächst nicht alle Züge wieder nach Plan, weil noch nicht alle Gleise frei waren. Deshalb mussten Bahnreisende auf einigen Strecken mit Verspätungen rechnen. Die Bahn setzte nach eigenen Angaben Hunderte Mitarbeiter ein, um die Sturmschäden zu beseitigen. So mussten Bäume von den Gleisen geräumt und beschädigte Oberleitungen repariert werden. Aktuelle Informationen gibt es auf der Seite der Deutschen Bahn.

"Sebastian" richtet erhebliche Schäden an

Das erste Sturmtief des Herbstes hatte den ganzen Norden am Mittwoch kräftig durcheinandergewirbelt und erhebliche Schäden angerichtet. Bis zum späten Abend galt eine Unwetterwarnung vom Deutschen Wetterdienst. Böen etwa an der Nordsee kamen auf bis zu 140 Kilometer pro Stunde - das ist Orkanstärke. Wegen des Sturms waren die Einsatzkräfte in Norddeutschland vielerorts im Dauereinsatz - vor allem, um umgestürzte Bäume zu beseitigen. Neben Zügen fielen auch Fähren aus und auch der Verkehr auf den Autobahnen wurde behindert.

Sturmtief fordert Opfer

In Hamburg wurde ein Mann von herabstürzenden Gerüstteilen getroffen. Der 38-Jährige erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. In Wyk auf Föhr in Schleswig-Holstein wurde eine Fußgängerin von einem umstürzenden Baum schwer verletzt. Auch in Niedersachsen gab es eine Schwerverletzte: Der Wagen einer 64-Jährigen war auf der Bundesstraße zwischen Soltau und Neuenkirchen von einer entwurzelten Eiche getroffen worden. In Mecklenburg-Vorpommern richtete das Sturmtief weniger Schäden an, als zuvor befürchtet worden war. Aber auch hier gab es Verletzte.

Sturmflut setzt Fischmarkt unter Wasser

Eine Sturmflut setzte am späten Mittwochabend den Fischmarkt im Hamburger Stadtteil St. Pauli unter Wasser. Es sei die erste Sturmflut in diesem Herbst, so das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg.

Sturmtief "Sebastian" fegt über den Norden

Weitere Videos
05:02

Sturm legt in Niedersachsen Bahnverkehr lahm

13.09.2017 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen

Das Sturmtief "Sebastian" hat den Bahnverkehr eingeschränkt. Auch für den Flugverkehr war der starke Wind eine Herausforderung. Besonders heftig ging es an der Küste zu. Video (05:02 min)

Weitere Informationen

Prognose: Wie wird das Wetter?

Hier finden Sie das aktuelle Wetter und die Vorhersage für ganz Norddeutschland. mehr

Warum stürmt es besonders im Herbst und Winter?

Pünktlich zur kalten Jahreszeit wird es windig: Sturmtiefs brausen über das Land. Warum ist das überwiegend in den Herbst- und Wintermonaten der Fall? Plietsch erklärt's. mehr

13 Bilder

Sturm-Stärken: Von Windstille bis zum Orkan

Die Stärke des Windes wird in Beaufort gemessen. Die Sturm-Skala reicht von Windstille bis Orkan. Unsere Bildergalerie verrät, wie sich die einzelnen Stufen unterscheiden. Bildergalerie

Die schlimmsten Stürme und Fluten im Norden

Tote, Verletzte und Milliardenschäden: Immer wieder ziehen Orkane mit heftigen Auswirkungen über Norddeutschland hinweg. Diese Stürme werden den Menschen in Erinnerung bleiben. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Aktuell | 14.09.2017 | 10:00 Uhr

Mehr Nachrichten

01:27

Bundestagswahl: Jeder Dritte hadert

22.09.2017 14:00 Uhr
NDR//Aktuell
01:58

Schule verstößt gegen Neutralitätsgebot

22.09.2017 14:00 Uhr
NDR//Aktuell
01:25

Krankenhaus Delmenhorst in Not

22.09.2017 14:00 Uhr
NDR//Aktuell