Stand: 08.03.2016 18:41 Uhr

Klimawandel macht sich im Norden bemerkbar

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Bei der Auswertung stand die Niederschlagssituation im Fokus.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Dienstag die Wetterdaten vom vergangenen Jahr vorgestellt. Um sich in Zukunft besser an den Klimawandel anpassen zu könnnen, konzentrierte man sich dieses Mal auf die Niederschlagssituation. Ergebnis: Der Klimawandel macht sich auch im Norden bemerkbar. Die durchschnittliche Jahresmenge an Niederschlag stieg im Norden seit 1881 um 16,7 Prozent - und damit am stärksten. Der Mittelwert in Deutschland lag bei 9,9 Prozent. Insgesamt mache sich die Erderwärmung in Deutschland etwas stärker bemerkbar als weltweit. Grund sei die geografische Lage. Land erwärme sich schneller als Wasser.

Höchste Niederschlagsmenge in Schleswig-Holstein

Schleswig Holstein ist in der Schönwetter-Wetter-Tabelle im vergangengen Jahr ganz unten gelandet. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge war mit 894 Litern je Quadratmeter die höchste aller 16 Bundesländer. Die mittlere Sonnenscheindauer von 1.638 Stunden unterboten demnach nur Bremen und Niedersachsen. Die Jahresdurchschnittstemperatur betrug 9,7 Grad. Seit 1881 hat sich Deutschland insgesamt um 1,4 Grad erwärmt, Schleswig-Holstein um 1,3 Grad.

Sonnenstunden: Mecklenburg-Vorpommern auf Platz sieben

Mecklenburg-Vorpommern galt mit 1.648 Sonnenstunden im langjährigen Vergleich immer als Spitzenreiter. 2015 gab es zwar 1.746 Sonnenstunden, aber damit lag das Land bundesweit nur auf Platz sieben. Die meiste Sonne bekam Baden-Württemberg ab mit 1.862 Stunden. Zudem fielen im Nordosten im Vergleich zu 1881 im vergangenen Jahr 9,1 Prozent mehr Regen.

In Hamburg ist es sonniger geworden

In Hamburg ist es nach den Daten des DWD wärmer, feuchter und sonniger geworden. Insgesamt schien die Sonne im vergangenen Jahr hier 1.644 Stunden. Der Bundesdurchschnitt lag bei 1.743 Stunden. Wärmer geworden ist es in Hamburg auch. Die Jahresdurchschnittstemperatur lag 2015 bei 10,2 Grad. Damit war es um 0,3 Grad wärmer als im Bundesdurchschnitt. Im Vergleich zu 1881 ist das eine mittlere Termperatursteigerung von 1,4 Grad. Die Niederschläge erhöhten sich seit 1881 im Raum Hamburg um 13,2 Prozent. Das Klima in Hamburg ist infolge der nahen Meere im Jahresverlauf relativ ausgeglichen.

10,2 Grad Jahresdurchschnittstemperatur in Niedersachsen

In Niedersachsen lag die Jahresdurchschnittstemperatur 2015 bei 10,2 Grad. Die durschnittliche jährliche Niederschlagsmenge betrug 794 Liter pro Quadratmeter. In Niedersachsen schien 1.627 Stunden lang die Sonne.

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