Stand: 08.04.2014 16:52 Uhr

"AIDAprima" sticht später in See

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Der reale Bau kommt später: Eine Computer-Grafik der neuen "AIDAprima" - Jungfernfahrt voraussichtlich nun erst im Oktober 2015.

Frühbucher müssen umplanen: Wie die AIDA-Reederei am Dienstag bekannt gab, wird der Prototyp "AIDAprima" später fertig als geplant. Die Mitsubishi-Werft in Japan habe um mehr Zeit für die Fertigstellung gebeten, sagte Firmensprecher Hansjörg Kunze am Dienstag in Rostock. Damit verschiebt sich auch der ursprünglich für Juni 2015 geplante Start im künftigen Heimathafen des Schiffes - in Hamburg - nun um fast ein Jahr. Dort sollte die "AIDAprima" vom pünktlich zur Jungfernfahrt des Schiffes fertiggestellten dritten Kreuzfahrtterminal aus regelmäßig zu Touren aufbrechen. Nun wird die erste Reise voraussichtlich erst am 30. April 2016 in Hamburg beginnen.

Mehrere Tausend Frühbucher sitzen auf dem Trockenen

AIDA bedauere die Bauverzögerung. So etwas sei beim Bau von Prototypen aber nichts Ungewöhnliches, so Kunze weiter. Reisebüros sowie Gäste, die schon Reisen für die Jungfernfahrt und für andere Reisen gebucht hätten, würden jetzt informiert, sagte Kunze im Gespräch mit NDR 1 Radio MV. Den betroffenen mehreren Tausend Frühbuchern würden Alternativen angeboten. In jedem Fall könnten sie auf die neuen Termine umbuchen oder stornieren.

Hamburg hofft auf Ersatz

Das erwartete Wachstum der Passagierzahlen in Hamburg dürfte damit wesentlich schwächer ausfallen. Die Wirtschaftsbehörde zeigte sich gegenüber NDR 90,3 überrascht von der Ankündigung. Man stehe in engem Kontakt mit AIDA und rede über Ersatzkapazitäten der Reederei im kommenden Jahr in Hamburg, so Behördensprecherin Susanne Meinecke. Erst in der vergangenen Woche hatte AIDA-Chef Michael Ungerer scharfe Kritik am Kreuzfahrtstandort Hamburg geübt. Die Kapazitäten seien nicht ausreichend und würden dem Wachstum hinterherhinken, so der Vorwurf. Laut Wirtschaftsbehörde soll trotz der AIDA-Absage am Zeitplan für das dritte Terminal festgehalten werden.

Kreuzfahrtschiff mit neuer Abgastechnik

Die besonders umweltfreundliche "AIDAprima", die mit einer neuen Abgastechnik ausgerüstet wird, startet nun voraussichtlich am 1. Oktober 2015 von Yokohama in Japan aus zu einer 50-tägigen Jungfernfahrt in den Orient. Das für 3.300 Passagiere ausgelegte Schiff soll 300 Meter lang und 37,60 Meter breit werden. Ursprünglich war von 460 Millionen Euro Gesamtkosten ausgegangen worden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 08.04.2014 | 12:00 Uhr

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