Star-Story

Robbie Williams Star-Story

1990 wird in London eine Boyband gecastet. Sie soll die britische Antwort auf New Kids On The Block sein und ordentlich am Boygroup-Hype mitverdienen.

Als die Mutter von Robert Peter Maximillian Williams aus der Arbeiterstadt Stoke-on-Trent die Casting-Anzeige liest, fährt sie mit ihrem Jungen nach London.

Robbie steigt bei Take That ein

Take That 1994 © picture-alliance / dpa Detailansicht des Bildes Die ersten vier Jungs von Take That sind schon gefunden. Robbie wird das fünfte und jüngste Mitglied - mit gerade einmal 16 Jahren. Er hört mit der Schule auf und bekommt stattdessen die Rolle des Clowns in der Boygroup aufgedrückt. Sein Showtalent hatte er schon früh im "The Red Lion", der Kneipe seiner Mutter Janet, unter Beweis gestellt. Dort unterhielt er die Gäste mit Playback-Gesangseinlagen zu alten Swingklassikern. Den Hang zur Bühne soll er von seinem Vater Peter Conway geerbt haben, der zeitweise als Alleinunterhalter und Zauberkünstler auf den Bühnen stand.

Obwohl Take That nur sechs Jahre existieren und gerade mal drei Alben veröffentlichen, werden sie zur erfolgreichste Boygroup der 90er. Hits, wie "Could It Be Magic", "Babe" oder "Relight My Fire" sind der Soundtrack der Jugend von tausenden Mädels. Plötzlich hat Robbie alles, wovon ein 16-jähriger Brite vom Dorf träumt: Frauen, Ruhm und ein bisschen Taschengeld. Dazu gesellen sich allerdings auch Dinge, die ihm überhaupt nicht gut tun: Drogen und Alkohol.

Der Traum vom Rockstarleben

Fünf Jahre lang quält sich Robbie in einer Rolle, die nichts mit ihm zu tun hat und die er auch nicht spielen will. Robbie will leben wie die Gallagher-Brüder von Oasis. Die sind in seinen Augen echte Rockstars. Als Robbie auf einem ihrer Konzerte einen Song mitsingen darf, verliebt er sich in die Band und träumt von einem Leben abseits des braven Boygroup-Images. Später gibt er zu, dass er damals unglücklich war. "In Wahrheit habe ich mich immer richtig scheiße gefühlt. Irgendwie falsch. Und ich dachte, dass die Leute das früher oder später rausfinden werden. Schließlich hab ich das alles inszeniert."

Schluss mit Take That

Am Zusammenbruch seiner Karriere arbeitet Robbie permanent. In den fünf Jahren Take That gibt es so viele Drogen- und Alkoholexzesse, Panikattacken und Streitereien innerhalb der Band und mit dem Management, dass Robbie freiwillig geht.

Weinende Fans nach der Trennung von Take That © dpa Detailansicht des Bildes Am 17. Juli 1995 verlässt Robbie Williams Take That. Für seine weiblichen Fans bricht eine Welt zusammen, viele drohen mit Selbstmord. Zunächst beteuert die Band, auch ohne Robbie weiter zu machen und landet mit dem Bee-Gees-Cover "How Deep Is Your Love" nochmal einen Hit. Doch am 13. Februar 1996 kommt die Nachricht, dass sich Take That auflösen.

Robbie soll der einzige sein, der Jahre später noch erfolgreich ist. Mit "No Regrets" vom Album "I've Been Expecting You" rechnet er 1998 mit seinen ehemaligen Boygroup-Kollegen ab.

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Robbie Williams auf dem Cover von "Sing When You're Winning" (2000) © EMI
 
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