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Alecia Beth Moore alias Pink hat mit über 600.000 Zuschauern die erfolgreichste Tour aller Zeiten in Australien absolviert. Auch in Deutschland sind hunderttausende Fans zu ihren "Funhouse"-Konzerten geströmt - das letzte wurde dank eines Überraschungsgastes das schönste.
20. Dezember 2009, 21.20 Uhr: Während die meisten Deutschen den 4. Advent jetzt ruhig ausklingen lassen, betritt Pink unter dem Beifall von 14.000 Fans die seit Wochen ausverkaufte Tui Arena in Hannover, um ordentlich Party zu machen. Das beeindruckene Bühnenbild ist einer großen Manege nachempfunden, Clowns tanzen umher, Pink sieht aus wie eine sexy Zirkusdirektorin und eröffnet ihr "Funhouse"-Programm mit dem Song "Bad Influence".
Kein Zweifel, diese Frau mit dem Platin-blonden Kurzhaarschnitt ist austrainiert und voller Energie. Routiniert und mit Freude spielt sie Hits wie "Just Like A Pill", "Don't Let Me Get Me" und "U + Ur Hand". Dabei hinterlässt sie allerdings eine Frage: Wie kann eine Frau in High-Heels nur so wild tanzen und umherspringen, ohne sich dabei die Beine zu brechen? Unzählige Male wird das Kostüm gewechselt, jedes betont ihren scheinbar makellosen Körper.
Dann, um 21.58 Uhr, passiert es. Die perfekt durchgetimte Show bekommt eine einzigartige Wendung. Pink singt "So What" und reißt einem Tänzer wie geplant seine Kapuze vom Kopf - doch diesmal steckt darunter ihr Mann, Carey Hart. Pink ist für Sekunden völlig perplex ("I'm speechless"; Ich bin sprachlos) und verstummt vor Freude, macht dann aber weiter. Grinsend baut sie ihren Mann in die Show ein, setzt sich auf ihn und haut ihm ihren alten Trennungssong vor den tobenden Fans mit Freude um die Ohren - und erfüllt sich damit nach eigenen Angaben einen Traum.
Der zweite Höhepunkt folgt auf dem Fuße: Pink singt nur vom Klavier begleitet "Family Portrait" - der Hammer. "I Don't Believe You" und "Dear Mr. President" sind nicht minder ergreifend, ein Gänsehautmoment folgt dem nächsten. Zu "Sober" schwingt sie sich gar aufs Trapez und verwandelt die Arena endgültig in einen Zirkus. Mit ihrem Partner legt sie ein Programm in lüftiger Höhe hin, dass es einem die Sprache verschlägt. Wahnsinn. Ob "Funhouse", "Get The Party Started" oder "Glitter In The Air" - das Publikum kommt bis zum Ende der Show um 23.14 Uhr nicht mehr aus dem Staunen heraus.
"I hope you had some fun. I had a lot of fun", so Pink am Ende des Abends. Spaß hatte bei diesem einzigartigen Konzert wohl wirklich jeder. Dafür gibt's von allen Standingovations und von mir fünf N-JOY Sterne.
gecheckt von André Kroll
Stand: 21.12.2009, 2 Uhr
Nachtrag, Montag, 17 Uhr
Nicht nur für die Fans, sondern auch für Pink war das Konzert einmalig und unvergesslich. In ihrem Twitter-Profil schreibt sie: "Tonight will go down in the treasure chest in my head and heart, filed under 'never to be forgotten'. I'm speechless and grateful to all of u", um kurz später hinzuzufügen, "I'm sorry,did I 4get 2 mention that @hartluck surprised me on stage during so what+was naked in the pillow fight? I screamed, then fell over".