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Sonntagnacht beginnt die Sommerzeit

Eine Hand dreht einen Uhrzeiger zurück © dapd Fotograf: Joerg Koch Detailansicht des Bildes In der Nacht zum Sonntag werden die Uhren eine Stunde vorgestellt. In der Nacht zum 31. März hat in Deutschland die Sommerzeit begonnen. Um 2 Uhr wurden die Uhren um eine Stunde auf 3 Uhr vorgestellt. Die Folge: eine Stunde weniger Schlaf in der "kürzesten Nacht" des Jahres. Abends bleibt es während der Sommerzeit länger hell, morgens länger dunkel. Die Zeitumstellung erfolgte gleichzeitig in allen EU-Staaten und in den meisten europäischen Nachbarstaaten.

Signal für Funkuhren kommt aus Braunschweig

Sommerzeit kompakt

Beginn: letzter Sonntag im März
Ende: letzter Sonntag im Oktober
Termin 2013: 31.3. bis 27.10.
Uhrzeit:
im März eine Stunde vorstellen
im Oktober eine Stunde zurückstellen
Helligkeit:
morgens später, abends länger
Schlaf in der Wechselnacht:
im März eine Stunde weniger
im Oktober eine Stunde mehr

Funkuhren passen sich automatisch an die Sommerzeit an. Das gilt etwa für Rundfunk- und Fernsehstationen, rund 120.000 Uhren der Deutschen Bahn, Tarif-Schaltuhren der Energieversorger, die Verkehrsregelung und auch alle privaten Funkuhren. Sie erhalten ihr Signal von einem Taktgeber der Atomuhr der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Das Signal hat eine Reichweite von 2.000 Kilometern und wird so fast in ganz Europa empfangen. Damit die korrekte Zeit auch bei einem Stromausfall nicht verloren geht, sind die geräuschlosen, exakten Uhren der Bundesanstalt mit Batterien und einem Generator gesichert.

Die innere Uhr gerät aus dem Takt

Themenbild Zeitumstellung: Schlafendes Kind und Teil des Zifferblatts einer Uhr © dpa - Fotoreport Fotograf: Timo Mitze Die Zeitumstellung kann den Bio-Rhythmus stören. Deshalb sollte man in den Tagen danach möglichst etwas länger schlafen. Vielen Menschen bereitet die Zeitumstellung Probleme, da sie eine Stunde für ihren Schlaf oder für Aktivitäten verlieren. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der menschliche Organismus die Zeitumstellungen nur schlecht verkraftet. Die "gestohlene" Stunde im Frühjahr bringt den Körper aus dem Rhythmus, denn die innere Uhr stellt sich bei manchen Menschen nicht auf die neue Zeit um. Die gesundheitlichen Auswirkungen sind am besten mit einem Mini-Jetlag vergleichbar: Schlafstörungen, Gereiztheit, Appetitlosigkeit und depressive Stimmungen können die Folge sein.

Um die Folgen der Zeitumstellung zu lindern, raten Gesundheitsexperten den Betroffenen, bereits ein paar Tage vorher etwas früher ins Bett zu gehen und die Mahlzeiten früher als gewohnt einzunehmen. Menschen, die üblicherweise einen Mittagsschlaf halten, sollten eine Woche lang darauf zu verzichten. So kann sich der Bio-Rhythmus leichter neu einstellen und man schläft nachts besser. Manchen Menschen hilft es auch, die Uhr bereits in der Nacht zum Sonnabend um eine halbe Stunde vorzustellen und sich so langsamer umzustellen.

Die Legende vom Strom sparen

Der Weg zur Sommerzeit

Erstmals gab es eine sommerliche Zeitumstellung 1916 in Irland. Pläne für die Einführung der Sommerzeit in Deutschland reichen bis in den Ersten Weltkrieg zurück. Doch erst 1940 wurde der Zeitsprung hierzulande Realität. 1947 betrug die Differenz der sogenannten Hochsommerzeit zur mitteleuropäischen Zeit sogar zwei Stunden. 1950 wurde die Umstellung für drei Jahrzehnte ausgesetzt.

Seit 1980 werden die Uhren am letzten Wochenende im März von der normalen mitteleuropäischen Zeit (MEZ) auf die Sommerzeit umgestellt. Am 6. April 1980 beschloss die damalige Bundesregierung nach dem Schrecken der Ölkrise von 1973, die Sommerzeit einzuführen. Damit sollte das Tageslicht besser genutzt und so Energie gespart werden. Allerdings wird dieses Ziel kaum erreicht. Nach Angaben des Umweltbundesamtes wird zwar am elektrischen Licht gespart, dafür in den kühlen Monaten am Morgen mehr geheizt. Die meisten Menschen schätzen die Sommerzeit allerdings - vor allem, weil es abends länger hell bleibt. Für viele bedeutet das mehr Lebensqualität.

Sommerzeit endet am 27. Oktober

Die fehlende Stunde gibt es in diesem Jahr am 27. Oktober um 3 Uhr zurück. Dann endet die Sommerzeit, die Uhren werden eine Stunde zurückgestellt. Grundlage für die Termine ist eine EU-Regelung. Danach beginnt die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) in allen Mitgliedstaaten jeweils am letzten Sonntag im März und endet am letzten Sonntag im Oktober.

verschiedene Wecker © picture-alliance/dpa Fotograf: Martin Schutt

Die Einführung der Sommerzeit

- 07.11.2009 19:20 Uhr - Autor/in: Gödde, Ralf

Am 7. November 1979 verordnet die Bundesregierung die Einführung der Sommerzeit. Premiere ist im Frühjahr 1980.

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Eine goldene Taschenuhr
 
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Klaus: Uhrenumstellung

24.10.2012 | 22:50 Uhr
NDR Fernsehen: extra 3

Die Erklärmaus von extra 3 zeigt, wie es von der Zeit- zur Uhrumstellung kam.

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Wissen
Logo der Wissensreihe Plietsch © NDR
 

Wie tickt die innere Uhr?

Die Gewöhnung an die neue Zeit fällt den meisten Menschen schwerer als gedacht. Warum ist das so? mehr

Links

Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt informiert.

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Die Seite der Ehringer AG bietet zahlreiche Hintergründe und weiterführende Links.

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Wie spät ist es in Sydney? Eine Karte zeigt die Zeitzonen weltweit.

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