Stand: 14.03.2017 17:04 Uhr

"Global Citizen"-Konzert: Karten für Taten

von Daniel Kaiser

Beim G20–Gipfel im Juli in Hamburg treffen sich nicht nur Staats- und Regierungschefs. Am Vorabend, am 6. Juli, findet ab 18 Uhr in der Hamburger Arena am Volkspark ein großes Konzert mit nationalen und internationalen Stars statt. Unter anderem treten die Band Coldplay, Herbert Grönemeyer und Ellie Goulding auf. Organisiert wird das Ganze von der Bewegung "Global Citizen" - zu Deutsch: "Weltbürger" -, die mit dem großen Event Druck auf die Politiker ausüben und ein Zeichen gegen Armut und Ungleichheit setzen will.

Gemeinsam politischen Druck aufbauen

Chris Martin und seine Band Coldplay und die anderen Künstler spielen also in Hamburg für einen guten Zweck. Die Karten für das Event gab es bei keiner Vorverkaufsstelle, man musste selber etwas tun, sagte Carolin Albrecht von der Bewegung "Global Citizen" im Vorfeld. 9.000 Gratis-Tickets wurden verlost. Wer jeweils zwei davon haben wollte, musste dafür politischen Einsatz zeigen. "Das Besondere an unserem Festival ist ja, dass man sein Ticket nicht kaufen kann, sondern man kann es verdienen, indem man bei uns auf der Seite an Aktionen teilnimmt. Durch Petitionen, durch E-Mails und durch Anrufe wenden sich unsere Unterstützer an die Regierung, und damit bauen wir gemeinsam Druck auf und sagen den Regierungen, was wir von ihnen erwarten," erklärt Albrecht.

"Wir wollen nicht euer Geld"

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Die Bewegung Global Citizen gibt es seit fünf Jahren.

Der Gründer von "Global Citizen", Hugh Evans, spricht von mehr als acht Millionen Unterstützern. Es sind vor allem junge Leute, sogenannte Millenials. "Unsere wichtigste Botschaft ist: Wir wollen nicht euer Geld, wir wollen, dass ihr etwas unternehmt. Geld bekommen wir von Stiftungen wie der von Bill Gates und auch von globalen Unternehmen", beschreibt er das Konzept. Aktionen wie Abgeordnete anzurufen, Politikern E-Mails zu schreiben, zu demonstrieren, Initiative zu ergreifen und so weiter helfen, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in Sachen Ernährung, Bildung, sauberes Wasser und Gleichberechtigung umzusetzen.

Justin Trudeau und Angela Merkel werden erwartet

Das Konzept gibt es seit fünf Jahren. Das Festival findet regelmäßig im New Yorker Central Park am Rande der UN-Vollversammlung statt. Da kommen dann auch immer Politiker auf die Bühne. Beim Konzert in Hamburg rechnen die Veranstalter beispielsweise mit Kanadas Regierungschef Justin Trudeau, aber auch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | 14.03.2017 | 16:15 Uhr

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