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Orientierung im Bücherdschungel - mit Denis Scheck.
Link in neuem Fenster öffnen"Zürich, Löwenstraße 1" - es hätte keine bessere Adresse geben können für eine Organisation, die sich der Rettung bedrohter Lebensräume und Tierarten verschrieben hat. Hier wurde im September 1961 der "World Wildlife Fund" ins Leben gerufen.
Erstes Panda-Logo, entworfen von Peter Scott, 1961.
Was zu Beginn nicht viel mehr war als die hehre Idee der 16 Gründerväter, darunter Wissenschaftler wie die Biologen Julian Huxley und Peter Scott, Industrielle wie der Schweizer Luc Hoffmann sowie Prinz Philip von England und Prinz Bernhard der Niederlande, entwickelte sich zu einer beispiellosen Erfolgsgeschichte.
Die NGO mit dem Pandabären als Symbol avancierte binnen eines halben Jahrjahrhunderts zu einem Global Player im Bereich der Umweltpolitik. Sukzessive erweiterte sie ihren Aktionsradius von der Rettung bedrohter Arten und Lebensräume hin zu nachhaltigem Wirtschaften und dem Klimaschutz. Aus dem "World Wildlife Fund" wurde deshalb 1986 der "World Wide Fund For Nature". Weltweit unterstützen ihn heute über fünf Millionen Menschen, entweder als Mitglied oder als Spender.
Zum 50-jährigen Jubiläum ist jetzt die erste quellengestützte Geschichte der Organisation erschienen. Für sein Buch "WWF. Die Biografie" und die gleichnamige Ausstellung im Schweizerischen Nationalmuseum erhielt Alexis Schwarzenbach ungehinderten Zugang zu den Archiven der NGO, sichtete bisher unpublizierte Materialien, allen voran von Prinz Philip, Herzog von Edinburgh, und sprach mit Personen, die die Organisation prägten.
Die weltbekannte Umweltschutzorganisation WWF, gegründet 1961 in der Schweiz, feiert ihr
50. Jubiläum.
Ausstellung vom 20.04. bis 18.09.2011
Landesmuseum Zürich
Museumstrasse 2
8001 Zürich
Tel. +41 (0)44 218 65 11
Öffnungszeiten
Di - So 10 - 17 Uhr
Do 10 - 19 Uhr
Feiertage geöffnet
Seine Archiv- und Interviewreisen führten ihn nicht nur in den Buckingham Palast, sondern auch in das Königliche Hausarchiv in Den Haag, wo der Nachlass des ersten WWF-Präsidenten Prinz Bernhard der Niederlande aufbewahrt ist.
Mit dem Pandabären als Symbol ihrer Organisation landeten die Gründer gleich zu Beginn einen Coup. "Der Panda ist ein geniales Logo", sagt Alexis Schwarzenbach. "Der Panda wirkt auch als erwachsenes Tier noch wie ein Kind. Man geht sofort eine Beziehung zu diesem Tier ein. Man möchte es streicheln, umarmen und auf jeden Fall vor dem Aussterben retten."
Überhaupt agierte die Organisation höchst erfolgreich bei der Einwerbung von Spenden: "Es war immer die Strategie des WWF, mit Bildern von süßen Tieren einerseits und Schockbildern von gequälten und ermordeten Tieren andererseits emotional aufzurütteln, um viele Spenden einzusammeln. Diese Spenden kamen dann aber nicht nur den Tieren zu gute, sondern wurden natürlich auch für Umweltschutz-Projekte eingesetzt, für die es keine so wirksamen Bilder gab", so Schwarzenbach.

Alexis Schwarzenbach