Bildmontage: Das letzte Foto von Wolfgang Borchert (1921 - 1947), bevor er 1941 als Soldat eingezogen wurde. Im Hintergrund sein Geburtshaus in Eppendorf und die Gedanktafel.
Heute fast vergessen, zu seiner Zeit durchaus populär: der Nobelpreisträger Rudolf C. Eucken (1846 - 1926). Der ostfriesische Philosoph verfasst über 1.000 religionsphilosophische Schriften.
Der Schriftsteller Hans Fallada (1893-1947), eigentlich Rudolf Ditzen aus Carwitz bei Greifswald. Er gehört zu den bekanntesten sozialkritischen deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts.
1959 wurde Günter Grass (*1927) über Nacht mit seinem Roman "Die Blechtrommel" berühmt. 1999 erhielt er den Literaturnobelpreis.
Der Schriftsteller, Bildhauer und Maler lebt heute in der Nähe von Lübeck.
Die Spaltung Deutschlands war Uwe Johnsons (1934 - 1984) zentrales Motiv, das ihn auch persönlich betraf. Der Schriftsteller wuchs im heutigen Mecklenburg-Vorpommern auf. 1959 siedelte er nach West-Berlin um.
Walter Kempowski (1929 - 2007) wurde in Rostock geboren. Nach seinem Pädagogik-Studium in Göttingen arbeitete zunächst als Dorfschullehrer in Niedersachsen, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete.
Die Erfahrung des Totalitarismus wurde eines der wichtigsten Themen im Schaffen von Siegfried Lenz' (*1926). Er lebt in Hamburg und in der Nähe von Rendsburg.
Freiheit und Toleranz waren seine Themen - Gotthold Ephraim Lessings (1729 - 1791) Werk ist heute aktuell wie vor 250 Jahren. In Hamburg wirkte der Dramatiker am Nationaltheater und stellte entscheidende Weichen.
Heinrich Mann (1871 - 1950) wurde in Lübeck geboren, wo er auch seine Kindheit verbrachte. Ähnlichkeiten mit Familienmitgliedern kommen in seinen Werken immer wieder vor, genauso wie Autobiografisches.
Thomas Mann (1875 - 1955) kommt als zweitältester Sohn einer Lübecker Kaufmannsfamilie Mann zur Welt. In der Hansestadt spielt auch der Roman, für den er den Literaturnobelpreis erhält: die "Buddenbrooks".
Der Historiker Theodor Mommsen (1817 - 1904) wurde im nordfriesischen Garding geboren. Für seine Veröffentlichung "Römische Geschichte" erhielt er 1902 als erster Deutscher den Literaturnobelpreis.
Aus dem 1. Weltkrieg kehrt der Hamburger Carl von Ossietzky (1889 - 1938) als Pazifist zurück. Als Journalist setzt er sich für Frieden und Völkerverständigung ein und erhält dafür 1936 den Friedensnobelpreis.
Millionen Leser kennen seine mecklenburgischen Typen wie Gutsinspektor Bräsig oder den Lausebengel Hanne Nüte. Die Bücher des Stavenhageners Fritz Reuter (1810 - 1874) wurden in elf Sprachen übersetzt.
Armin Müller-Stahl (*1930) ist vor allem als Schauspieler bekannt. Er spielt aber auch Geige, schreibt Gedichte und Bücher, malt und zeichnet. Die Hälfte des Jahres lebt er in Sierksdorf an der Lübecker Bucht.
1929 erscheint "Im Westen nichts Neues". Das Buch wird ein Welterfolg und macht den Osnabrücker Schriftsteller Erich Maria Remarque (1898 - 1970) berühmt.
Die 1930 in Neuruppin geborene Eva Strittmatter gilt nicht nur im Nordosten als Ausnahmepoetin. Mit ihren Gedichtbänden wie "Ich mach ein Lied aus Stille" oder "Mondschnee liegt auf den Wiesen" hat sie Kritiker und Publikum beeindruckt. Anfang 2011 starb sie im Alter von 80 Jahren.
Die deutsche Teilung ist aus dem Werk von Christa Wolf (1929 - 2011), die in Berlin und Mecklenburg wohnte, nicht wegzudenken. Ihr politisches Engagement hat die Reaktionen auf Person und Werk bestimmt.