"Buxtehuder Bulle" geht an US-Autorin Pfeffer

Die Autorin Susan Beth Pfeffer zeigt bei der Verleihung des "Buxtehuder Bullen 2011" ihr Buch "Die Welt wie wir sie kannten". © dapd Fotograf: David Hecker Detailansicht des Bildes Susan Beth Pfeffer nahm die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnugn entgegen. Die Zukunfstvision ist düster: Überschwemmungen, Erdbeben und extreme Wetterlagen bedrohen die Zivilisation. Ausgelöst durch einen Asteroiden, der auf dem Mond einschlägt und den Erdtrabanten aus seiner Bahn wirft. Über Nacht gerät die Welt aus den Fugen. Dieses apokalyptische Szenario schildert die US-amerikanische Schriftstellerin Beth Pfeffer in ihrem Zukunftsroman "Die Welt, wie wir sie kannten", für den sie am Freitag den mit 5.000 Euro dotierten deutschen Jugendbuchpreis "Buxtehuder Bulle" erhielt.

Ein Überleben ist möglich

Das Buch zeige eindrucksvoll, wie zerbrechlich der Heimatplanet Erde mit seinen Lebensgrundlagen sei, sagte der Astronom und Raumfahrt-Experte Erich Übelacker in seiner Laudatio. Jungen Lesern werde mit dem Buch vorgeführt, dass von heute auf morgen alles zusammenbrechen könne, "aber auch, dass ein Überleben möglich ist". Dass das Buch der 63-jährigen Autorin nicht in Trostlosigkeit und Verzweiflung ende, sei für junge Leser wichtig und ermutigend.

Überlacker hält Einschlag auf Erde für wahrscheinlicher

Der Roman "Die Welt, wie wir sie kannten" der US-Autorin Susan Beth-Pfeffer steht in einer Buchhandlung. © dpa-Bildfunk Fotograf: Christian Hager Detailansicht des Bildes Traditionell gab die Jury keine Begründung zu ihrer Wahl ab. (Archivbild) Überlacker nimmt den Lesern des Romans zudem die Angst, die geschilderte Vision könnte einmal Wirklichkeit werden. Denn mit einer veränderten Mondbahn rechnet der Astronom nicht. Eher sein ein Treffer auf der Erde wahrscheinlich. Doch dank moderner Technik sei auch diese Gefahr kontrollierbar. Denn durch Wasserstoffbomben könne ein Asteroid auf eine andere Bahn - und damit hunderttausend Kilometer an der Erde vorbei - gelenkt werden.

"Buxtehuder Bulle" - seit 1971 eine feste Größe

Eine Jury aus elf Erwachsenen und elf Jugendlichen hatte den Roman im September ausgewählt. Eine Begründung gibt das Gremium traditionell nicht ab. Den Preis hatte 1971 der Buxtehuder Buchhändler Winfried Ziemann ins Leben gerufen. Seitdem wird er jedes Jahr an den Autoren des besten in deutscher Sprache veröffentlichten Jugendbuchs vergeben. In früheren Jahren ging der Preis unter anderem an Gudrun Pausewang, Michael Ende und Jostein Gaarder.

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US-Autorin Susan Beth Pfeffer © Marci Hanners Fotograf: Marci Hanners
 

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Buxtehuder Bulle-Messingplatte im Boden, gewidmet Myron Levoy. © NDR Fotograf: Lars Gröning
 

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