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Der Autor Martin Widmark hat als Kind selbst gerne und viel Krimis gelesen.
Alles fing damit an, dass Martin Widmark versuchte, seinem Sohn eine Antwort zu geben auf die Frage, wie man eigentlich einen Tiger fängt. In seiner Not erfand er eine Geschichte, die schließlich auch einem Verlag so gut gefiel, dass er den Autor bat, Krimis für Kinder zu schreiben. "Ich habe selbst als Kind viele Krimis gelesen und habe sie regelrecht verinnerlicht. Auch die Geschichten von Tim und Struppi mochte ich sehr gern. Ich würde sagen, Krimis waren einfach einer Teil meiner Kindheit. Deshalb war es für mich ziemlich einfach, selbst welche zu schreiben", erzählt Widmark.
Lasse und Maja gehen in die gleiche Klasse, betreiben gemeinsam ein Detektivbüro und lösen die kniffligsten Fälle. Sie finden heraus, wer in Valleby Falschgeld in Umlauf bringt, wer das wertvollste Gemälde im Museum gestohlen hat und wie das Gold aus dem Tresor der Bank verschwinden konnte. Widmark ist der Meinung, man müsse für Kinder natürlich anders schreiben als für Erwachsene, aber niemals den Fehler begehen, sie zu unterschätzen. "Kinder sind schlau. Sie sprechen nur anders als Erwachsene, klingen oft kindlicher als sie sind. Wenn Du also einfach schreibst, keine zu schwierigen Wörter benutzt, kannst Du eine richtig kniffelige Geschichte entwickeln", so der Autor.
Die beiden neuesten Bände sind gerade erschienen. Einer heißt "Das Bibliotheksgeheimnis".
Das fällt Martin Widmark offensichtlich leicht, bisher hat er jedes Jahr zwei neue Bücher geschrieben, die auch für Sechsjährige schon gut zu verstehen und trotzdem spannend sind. Nie wird der Fall plump aufgelöst, und jeder kann und soll beim Lesen Mitknobeln. Schauplatz jeder Geschichte ist der fiktive Ort Valleby - aus gutem Grund, erklärt Widmark: "Ich wollte nicht, dass die Leute mir schreiben und sagen, nein, nein, die Kirche ist nicht neben dem Café oder so - in meiner Welt will ich tun können, was ich will. Deshalb habe ich diesen Ort erfunden - einen kleinen, überschaubaren Ort mit einer Kirche, einem Café -, um keine Beschwerden zu bekommen. Jetzt schreibe ich neue Geschichten, und wenn ich feststelle, ich brauche noch ein Schwimmbad, dann sage ich einfach der Illustratorin, wir müssen die Karte erweitern."
Illustriert worden sind die Widmark-Bücher von Helena Willis.
In jedem "LasseMaja"-Band findet sich vorne eine Karte von Valleby, außerdem werden die Personen vorgestellt. Helena Willis hat die Bücher kongenial illustriert, einfach, aber pointiert - wie einen Comic.
Widmark ist inzwischen so erfolgreich, dass er seinen Lehrerberuf an den Nagel gehängt hat. Er brauche, sagt er augenzwinkernd, eigentlich gar nicht mehr zu arbeiten. Auch nicht mehr zu schreiben. Aber das macht ihm zum Glück so viel Spaß, dass er ständig neue Serien entwickelt. In der nächsten soll es um die Wikinger gehen.
Die beiden neuesten "LasseMaja"-Bände heißen "Das Bibliotheksgeheimnis" und "Das Fußballgeheimnis".
Sie sind im Verlag Ueberreuther erschienen und kosten pro Band 7,95 Euro
Die Hörbücher, gesprochen von Jens Wawrczeck, sind bei Hörcompany erschienen.