Druckfrisch
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Link in neuem Fenster öffnenVorgestellt von Margarete von Schwarzkopf
Um eine Familie der besonderen Art dreht es sich in Astrid Rosenfelds zweiten Roman "Elsa ungeheuer". Die Autorin Astrid Rosenfelds ist gebürtige Kölnerin und lebt heute in Berlin.
Die Mutter der Brüder Lorenz und Karl Brauer, die in einem Dorf in der Oberpfalz leben, begeht Selbstmord. Der Vater kommt über ihren Tod nicht hinweg und beginnt zu trinken. Die Jungen werden weitgehend von der alten Haushilfe und einem Dauergast im Hause der Brauers betreut. Eines Tages kommt Elsa in das Dorf, deren Mutter, die Tochter des ansässigen Gastwirts, mit ihrem Liebhaber um die Welt reisen will und das Mädchen bei seinem Vater, dem Onkel und den Großeltern deponiert. Für Karl wird das wilde, spröde Mädchen zur ersten großen Liebe seines jungen Lebens. Sein Bruder Lorenz dagegen scheint sich mit dem widerspenstigen Mädchen nur zu streiten.
Eines Tages verlässt Elsa das Dorf und zieht nach Amerika - für Karl bricht die Welt zusammen, und auch für Lorenz ist dieser Abschied ein Drama, dessen volles Ausmaß erst Jahre später, als Lorenz ein bekannter Künstler ist, deutlich wird. Doch bis dahin durchleben die ungleichen, einst fast unzertrennlichen Brüder ein Wechselbad an Gefühlen und Erfahrungen, an Höhen und Tiefen in der Kunstszene und an emotionalen Tragödien.
"Elsa ungeheuer" ist ein bewegendes, intensives Drama um Freundschaft und Verrat, um dunkle Geheimnisse und bittere Wahrheiten.

Astrid Rosenfelds