Kulturjournal
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Der Künstler Wilhelm Busch ließ sich bei seinen Ölgemälden von großen, niederländischen Meistern wie Govert Camphuysen inspirieren.
Mit den Bildergeschichten von "Max und Moritz" machte sich Wilhelm Busch unsterblich. Doch der Dichter und Zeichner aus dem 19. Jahrhundert hat Zeit seines Lebens noch viel mehr geschaffen. Einige dieser Werke sind zwischen dem 28. April und 4. August im nach dem Künstler benannten Wilhelm-Busch-Museum in Hannover zu sehen. Neben 45 eigenen Ölgemälden werden auch 29 Bilder seiner großen niederländischen Vorbilder gezeigt.
Busch selbst malte zum "Privatpläsier", wie er sagte. Auf seinen Bildern hielt er wechselhafte Wetterstimmungen, seine dörfliche Umgebung in Wiedensahl bei Hannover und Wirtshaus-Szenen fest. Ihnen gegenüber stehen Kunstwerke aus dem 17. Jahrhundert, die ihn zu seinen Arbeiten inspirierten. Es sind unter anderem Leihgaben von Frans Hals, Jan Brueghel dem Älteren und Jacob Isaackszoon van Ruisdael, die überwiegend von der Kasseler Gemäldegalerie zur Verfügung gestellt werden.
Parallel zur Ausstellung "Wilhelm Busch und die Alten Meister" zeigt das Museum eine Kabinettsausstellung zum 75. Geburtstag des Satirikers F. W. Bernstein. Dieser gehörte zu den Mitbegründern der Neuen Frankfurter Schule und arbeitete lange für Magazine wie "Pardon" und "Titanic". Unter seinem bürgerlichen Namen Fritz Weigle unterrichtete er zwischen 1984 und 1999 in Berlin als weltweit erster Professor für Karikatur und Bildergeschichte.

Als Dichter und Zeichner ist Wilhelm Busch gemeinhin bekannt. Nun zeigt das nach ihm benannte Museum in Hannover die Malereien des Künstlers - und die seiner Vorbilder.