Die Entstehung der Merz-Kunst
"Merz"-Kunst kam als bürgerlicher Gegenentwurf zum anarchistischen Berliner Dadaismus ab 1919 auf. Kurt Schwitters selbst nannte seine Collage-Technik mit unterschiedlichsten Ausgangsmaterialien - wie Werbeprospekte, Zeitungsausschnitte oder Müll - "Merz", die so entstandenen Werke demnach "Merz-Kunst".
Der Kunst-Begriff "Merz" ist eine Buchstabenfolge, die Schwitters aus einer Anzeige der damaligen "Kommerz- und Privatbank", ausgeschnitten hatte. Er assoziierte damit Kommerz, ausmerzen, Scherz, Herz sowie den Monat März, als Frühlingsanfang ein Symbol für Aufbruch.
"Merz" wurde zur Keimzelle für Wortspiele: Merzbilder, Merzgedichte, die Zeitschrift Merz, Entwürfe für ein Merztheater, die Merzbauten - der Begriff wurde zum Prinzip für Kurt Schwitters gesamtes Schaffen.
