Kulturjournal
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Spontane Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken: Das Capriccio ist einer der Werkabschnitte Kokoschkas, der nach Angaben des Kunsthauses Stade noch weitgehend unbekannt ist. Er beinhaltet die fantasievolle Überschreitung der akademischen Kunsttheorie-Normen, ohne die Norm außer Kraft zu setzen. Unter dem Titel "Capriccio - Faszination des Augenblicks" zeigt das Kunsthaus nun 150 spontane Arbeiten Kokoschkas voll abwechslungsreicher Sujets, Humor und Bewegung.
Oskar Kokoschka (1886 - 1980) ist einer der herausragenden Künstler des Expressionismus. Trotz Demütigungen und der Flucht vor dem NS-Regime nach England bewahrte er sich eine leidenschaftliche Lebensfreude. Sein Interesse an Neuem und an Veränderungen führte ihn auf viele Reisen.
Im Capriccio kommt es Kokoschka auf die Präsenz des Modells und des Augenblicks an, Räume werden nicht realistisch dargestellt. Die freien, spielerischen Arbeiten zeugen von seinem Wunsch nach einer Kunst ohne Zwänge. "Ein entscheidendes Moment für Kokoschkas Kunst ist seine Erlebnisfähigkeit im Augenblick", sagt der Kurator und Hauptleihgeber der Ausstelung Heinz Spielmann.
Die im Kunsthaus ausgestellten Werke stammen aus der Zeit zwischen 1906 und 1978. So vielfältig wie das Leben Kokoschkas gewesen ist, ist auch sein Werk: kritisch und kraftvoll einerseits, spontan und spielerisch andererseits. Zu sehen sind seine Arbeiten zwischen dem 12. Februar und dem 28. Mai 2012.

Das Kunsthaus Stade zeigt bis zum 28. Mai eine Ausstellung von Oskar Kokoschka. Im Mittelpunkt der Capriccio-Ausstellung stehen die spontanen Werke des Künstlers.