Kulturjournal
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Filigran und gleichzeitig raumgreifend - die Installation der Berliner Künstlerin Nadja Schöllhammer soll von irrationalen Kräften im Menschen und vom Wunsch nach deren Kontrolle erzählen. Zu sehen ist dies in ihrer aktuellen Ausstellung in Worpswede. Die Figuren aus Draht und darauf abgefackeltem Papier verwandeln den Lichthof der Großen Kunstschau in ein begehbares dreidimensionales Bild. Unter dem Namen "Insomnia" - zu Deutsch: Schlaflosigkeit - zeigt das Museum außerdem zahlreiche Zeichnungen Schöllhammers.
Schöllhammer bespielt den mehr als fünf Meter hohen Raum mit Objekten und Cut-Outs aus Papier. Die Absolventin der Berliner Universität der Künste legt Wert darauf, dass die Form der Draht-Papier-Objekte eine "organische Anmutung hat und sich vorschraubt in den Raum, sich in Bewegung umsetzt". Anfassen dürfen die Besucher die Installation wegen ihrer Zerbrechlichkeit nicht. Laut Schöllhammer wird dennoch ein taktiles Erleben angeboten: "Das Auge tastet ja auch."
Das Werk wird ausschließlich in Worpswede zu sehen sein, da Schöllhammer ihre Installationen stets vor Ort für den jeweiligen Ausstellungsraum entwickelt und umsetzt. Anschließend werden die Objekte teilweise zerstört. Es ist die erste vergängliche Rauminstallation in 84 Jahren Große Kunstschau Worpswede. Die Ausstellung ist eingebettet in ein Kooperationsprojekt der Metropolregion Bremen/Oldenburg: In der Kunsthalle Bremen werden zurzeit Arbeiten des norwegischen Malers Edward Munch gezeigt, die sich auch mit den Grenzzuständen des menschlichen Bewusstseins beschäftigen.

Ihre Figuren beschreiben die irrationalen Kräfte im Menschen - sie sind filigran und raumgreifend. Noch bis Sonntag zeigt die Ausstellung "Insomnia" Werke von Nadja Schöllhammer.