Kulturjournal
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Fans von Druckgrafiken kommen in den nächsten Wochen in Oldenburg voll auf ihre Kosten. Bis zum 10. März zeigt das Horst-Janssen-Museum in der Ausstellung "Graphically Extended" insgesamt 139 Werke von 72 Künstlern. Die Arbeiten wurden aus einem Wettbewerb mit 1.500 Teilnehmern ausgewählt, der alle drei Jahre im polnischen Krakau stattfindet. Die Ausstellung ist eine Kooperation im Rahmen des Projekts "International Print Network", an dem sich auch das Künstlerhaus Wien und der Bunkier Sztuki in Krakau beteiligen.
"In Oldenburg werden in erster Linie Werke gezeigt, bei denen das Trägermedium ein wesentlicher Aspekt des künstlerischen Ausdrucks ist", sagte die wissenschaftliche Leiterin des Museums, Jutta Moster-Hoos, gegenüber NDR.de. Die verwendeten Materialien sind dabei äußerst vielfältig: Unter anderem verwendeten die Künstler Papier, Folien, Stoff, aber auch Metall und Plexiglas. Viele der Werke sind zudem als Installationen oder Objekte konzipiert.
Der ungarische Künstler Jozsef Kadosa Kiss präsentiert seine Radierungen in seinem Werk "Fragments III" auf Rollen.
Ein besonders eindrucksvolles Beispiel ist gleich am Anfang der Ausstellung die mehrteilige Arbeit "Fragments III" von Jozsef Kadosa Kiss. Der ungarische Künstler hat Radierungen auf Rollen gezogen. In bildlichen Versatzstücken erzählt er von einer Geschichte, die an eine vermeintlich bekannte Vergangenheit erinnern soll. Beim Drehen der Rollen soll der Besucher das Gefühl bekommen, dass eine filmische Sequenz an ihm vorüberzieht.

In der ersten Ausstellung des neuen Jahres widmet sich das Oldenburger Horst-Janssen-Museum der internationalen Druckgrafik. Bis zum 10. März sind 139 Werke zu sehen.