Stand: 31.05.2011 07:26 Uhr
Kulturschätze in Hildesheim wiedervereint
Die Sitzfigur des Dascha ist eines der 15 kostbaren Objekte aus Kairo.
Diener, Grabherren, Ehepaare und Familien-Statuen - insgesamt 15 kostbare Objekte aus Kairo sind am Montag im Hildesheimer Roemer- und Pelizaeus-Museum eingetroffen. Erstmals nach der Revolution in Ägypten hat das dortige Museum Leihgaben ins Ausland gegeben. Diese sollen nun in die Sonderausstellung "Giza - Am Fuß der großen Pyramiden" integriert werden. Zum ersten Mal seien Kulturschätze wiedervereint, die nach den Ausgrabungen vor 100 Jahren in viele Länder verstreut wurden, sagte Museumssprecherin Kristina Freise am Montag.
Die Ausstellung "Giza" läuft bereits seit Mitte April und endet am 21. August. Sie zeigt mehr als 250 Objekte aus 13 internationalen Museen und konzentriert sich auf die Gräber von hohen Beamten. Den Vertrag über die Leihgaben aus Kairo hatte die ehemalige Direktorin Katja Lembke nach komplizierten Verhandlungen abgeschlossen. Die Sammlung des Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim repräsentiert 8.000 Stücke der wichtigsten Kulturepochen Ägyptens. Sie zählt neben denen in Boston, Kairo und Wien zu den bedeutendsten Sammlungen weltweit.
Anlässlich des 100. Geburtstags der Ägyptischen Sammlung des Museums war Ende Februar der dritte und letzte Teil der neukonzipierten Dauerausstellung "Ägypten" eröffnet worden.
Ein Diener für das Jenseits
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Das Roemer- und Pelizaeus-Museum in Hildesheim feiert in diesem Jahr das 100-jährige Bestehen seiner altägyptischen Sammlung. Im Jubiläumsjahr gibt es eine Sonderausstellung: Kostbare Beigaben aus vier Gräbern sind erstmals nach ihrer Entdeckung wieder an einem einzigen Ort zu sehen.
Unter dem Titel "Giza - Am Fuß der großen Pyramide" werden die rund 5.000 Jahre alten Schätze gezeigt.
Die mehr als 250 Funde der Schau sind aus 13 internationalen Museen nach Hildesheim gekommen. Die Archäologen Georg Steindorff und Hermann Junker hatten sie in Giza ausgegraben.
Zu den Entdeckungen bei den Ausgrabungen Anfang des 20. Jahrhunderts gehören Statuen von Grabherren und auch von deren Bediensteten.
Wegen der aktuellen politischen Umwälzungen in Ägypten war es lange Zeit nicht klar, ob 15 exklusive Leihgaben aus Kairo rechtzeitig in Hildesheim eintreffen würden.
Die Ausstellung "Giza" war das letzte Projekt der ehemaligen Museumsdirektorin Katja Lembke.
Neben Figürlichem wurde den Toten im Alten Reich auch ganz Pragmatisches mit in die Grabkammer gegeben, so zum Beispiel Werkzeuge, Schmuck oder Kosmetik.
Denn für die Ägypter ging es auch immer um das Leben in der Ewigkeit, für die man nicht gut genug ausgerüstet sein kann.
Eines der klassischsten Ägypten-Artefakte findet sich selbstverständlich ebenfalls in der Sonderausstellung: Hieroglyphen.
Eines der klassischsten Ägypten-Artefakte findet sich selbstverständlich ebenfalls in der Sonderausstellung: Hieroglyphen.
Roemer- und Pelizaeus-Museum