Kulturjournal
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Für Museumsdirektorin Katja Lembke ist es die letzte Ausstellung in hildesheim - sie wechselt zum Landesmuseum nach Hannover.
Vor gut 5.000 Jahren entstanden die ersten großen Pyramiden. So auch die berühmte Cheops-Pyramide, größte Pyramide der Welt, am westlichen Rand des Niltals wenige Kilometer südlich von Kairo gelegen und Grabmal des ägyptischen Pharaos Cheops. Bei Ausgrabungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts fanden Archäologen viele Kostbarkeiten. Seit April zeigt das Hildesheimer Roemer- und Pelizaeus-Museum die erstmals wieder vereinten Kunstwerke aus vier Gräbern aus der Zeit des Alten Reiches. Heute ist die Sonderausstellung "Giza - Am Fuß der großen Pyramide" ein letztes Mal zu sehen. Sie ist Teil der Jubiläums-Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der altägyptischen Sammlung. Der Hildesheimer Kaufmann Wilhelm Pelizaeus schenkte seiner Heimatstadt 1907 seine bedeutende Sammlung ägyptischer Altertümer, die 1911 ein eigenes Museum beziehen konnte: das Pelizaeus-Museum.
Zu bestaunen ist auch der Kopf von einer Statue des Ba-ba-ef. Sie entstand etwa 2.500 vor Christus.
Die Schau konzentriert sich auf die Gräber von hohen Beamten im 3. Jahrtausend vor Christus. "Es handelt sich um Darstellungen von Grabherren und Dienerfiguren, die typisch sind für die Zeit des alten Reiches", erläuterte Museumsdirektorin Katja Lembke im NDR Interview. Die Objekte seien deshalb wichtig, weil sie die vier Gräber komplettierten, die in der Jubiläumsausstellung zu sehen sind.
Die Funde stammen aus Gräbern bei der Großen Pyramide. (Archivbild)
Die Grabbeigaben sind vielfältig: Von Schmuck über Geräte, von Statuetten der Grabbesitzer und ihrer Dienerschaft bis hin zu Bronze-Modellen von Sandalen und Vasen aller Größen findet man in der Schau alles, was den Toten für das Jenseits mitgegeben wurde. Denn um die Ewigkeit drehte sich alles im Alten Reich der Ägypter, auch als die Kunst der Mumifizierung noch nicht so weit fort geschritten war wie rund 1.500 Jahre später.
Lembke und ihre Mitarbeiter sind stolz auf das, was in den kommenden Monaten in Hildesheim gezeigt werden kann. Denn trotz der inzwischen überwundenen Hindernisse bei der Erlangung der Leihgaben ist nun alles so, wie es sich die Direktorin, die demnächst zum Landesmuseum nach Hannover wechselt, für ihre letzte Ausstellung in Hildesheim gewünscht hat. "Das Besondere ist, dass es uns gelungen ist, die vier Gräber hier komplett zu rekonstruieren", sagte Lembke. Denn die mehr als 250 Objekte aus den Gräbern, die aus 13 Museen auf der ganzen Welt befinden, sind für die Zeit der Ausstellung in Hildesheim erstmals nach hundert Jahren wieder vereint.

Endspurt für die große Sonderschau "Giza - Am Fuß der großen Pyramide": Heute zeigt das Hildesheimer Roemer- und Pelizaeus-Museum noch einmal Grabschätze aus dem Alten Reich.