Kulturjournal
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Eine Ratte als Chefkoch, ein Clownfisch-Papa, der durch die Weiten der Ozeane seinen verloren gegangenen Sohn sucht oder Rennautos, die nicht gesteuert werden, sondern selbst von Ehrgeiz und Eitelkeiten getrieben mit Charme und - menschlichen - Schwächen auf die Gewinnerspur des Lebens brausen - wir alle kennen die Helden der Pixar-Studios. Sie alle haben eines gemein: Sie entstanden aus Bits und Bytes und der Fantasie von Trickfilm-Autoren. Erst die Computeranimation hat ihnen Leben eingehaucht und längst haben sie die große Kino-Leinwand ebenso erobert wie die Herzen der jungen - und zunehmend auch nicht mehr ganz jungen - Zuschauer.
Erst hochleistungsfähige Computer und ebensolche Animationsprogramme haben die Weiterentwicklung des Trickfilms ermöglicht und vor 25 Jahren eine Revolution der Filmproduktion eingeleitet. Die Ausstellung "Pixar. 25 Years Of Animation" im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe gibt nun Einblicke in die faszinierende Entstehungsgeschichte des modernen Animationsfilms.
Das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe zeigt die Ausstellung "25 Jahre Pixar". Die Veranstaltung gibt Einblicke in die Welt der amerikanischen Computerfilm-Pioniere.
Ähnlich wie im Realfilm, so ist auch beim Animationsfilm ein Heer an kreativen Köpfen beteiligt: Autoren, Illustratoren, Grafikdesigner und Modellbauer, Tricktechniker und Experten für Computeranimation sind es, die Ideen in bunte Bilder und ergreifende Geschichten umsetzen. Ihren Anteil am Entstehungsprozess der Animationsfilme beleuchtet die Ausstellung mit mehr als 500 Exponaten auf 1.200 Quadratmetern Ausstellungsfläche.
Die Schau zeigt Skizzen, Grafiken, Farbzeichnungen und Skulpturen aus den Werkstätten der Pixar-Studios, ergänzt um zahlreiche Monitore, Projektionen in einem Kinosaal sowie Touchscreens. Aus ihnen wird in allen Phasen der Ablauf der modernen Trickfilm-Produktion nachvollziehbar, der etliche Gemeinsamkeiten zum Vorläufer, dem guten alten Zeichentrickfilm, aufweist: Am Anfang stehen traditionelle Methoden wie Zeichnung, Malerei oder Bildhauerei, die Arbeit am Computer gestaltet Spielorte, Bildausschnitte und Bewegung. Erst hier bekommen die handelnden Figuren ihren Charakter, der freilich durch den Soundtrack noch vervollkommnet wird.
Die "Pixar Animation Studios" in Emeryville nahe San Francisco, die sich - nomen est omen - von Anfang an der digitalen Tricktechnik verschrieben hatten, begannen 1986 mit Kurz- und Werbefilmen. Den ersten vollständig am Computer entstandenen Kinofilm "Toy Story" von Regisseur John Lasseter brachte Pixar 1995 in die Kinos. Inzwischen haben dreizehn abendfüllende Spielfilme die Festplatten dieser Trickfilmschmiede verlassen und allein in Deutschland mehr als 40 Millionen Kinobesucher begeistert. Heute gehört Pixar zum wohl größten Produzenten von Trickfilmen, der Walt Disney Company.

Von "Findet Nemo" bis "Ratatouille" - die Film-Helden der Pixar-Studios verdanken der Tricktechnik ihre Existenz. Eine Ausstellung in Hamburg blickt zurück auf 25 Jahre Computeranimation.