Kulturjournal
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Kunstwerke des Schweizer Surrealisten HR Giger sind bisher noch nicht in Norddeutschland ausgestellt worden. Dies holt nun die Hamburger Fabrik der Künste mit einer umfassenden Werkschau des Künstlers nach. Die Exponate, die vom 20. Januar bis 4. März gezeigt werden, stammen aus der Sammlung von HR Giger und Marco Witzig.
Die Ausstellung gibt einen Überblick über seine visionäre Kunst aus 40 Jahren. Zu sehen sind auch bislang selten gezeigte Arbeiten aus dem Frühwerk des Künstlers.
Charakteristisch für seine Kunst ist die immer wiederkehrende Verschmelzung von Technik und Mechanik mit der Kreatur - oder besser dem, was Träume und Visionen als Fantasie-Kreaturen erschaffen mögen.
Neben Zeichnungen, Gemälden und Skulpturen ist auch Möbel-Design zu sehen. Bekanntestes Ausstellungsstück dürfte Gigers weltberühmtes "Alien" sein. Sein Design für den gleichnamigen Science-Fiction Film wurde 1980 mit einem Oscar ausgezeichnet für "Best Archievement for Visual Effects". Giger entwarf zudem das Design für die Filme "Dune - Der Wüstenplanet" (mit Sting in der Hauptrolle) sowie "Species" und "Poltergeist II".
1940 im schweizerischen Chur geboren, studierte HR Giger ab 1962 Architektur und Industriedesign in Zürich. Nach Abschluss des Studiums arbeitete er ab 1966 als Designer an einem Möbelprogramm der Firma Knoll-International.
In dieser Zeit schuf er bereits zahlreiche Skulpturen und Bilder, wie "Gebärmaschine" und "Kofferbaby". Ab 1968 war Giger ausschließlich als Künstler und Filmemacher tätig. Als Szenen- und Kostümbildner prägte er Science-Fiction-Filme wie "Alien". Auch Platten-Cover stammen von ihm, wie "Brain Salad Surgery" der Progressive-Rock-Band Emerson, Lake and Palmer.
Seine Werke waren bereits in Tokio, New York, Paris und Wien zu sehen. Im Schloss St. Germain in Gruyères eröffnete 1998 das H.R. Giger Museum.
Der Schweizer Künstler HR Giger war zuletzt im März 2011 mit einer großen Retrospektive im KunstHaus Wien vertreten.
Gigers Werk wird dem Surrealismus zugerechnet, grenzt sich jedoch deutlich ab zu Sichtweisen etwa von Salvador Dali. Einflüsse des sogenannten Fantastischen Realismus leiten sich her durch seine Beziehung zur "Wiener Schule des Phantastischen Realismus" und deren Vertretern wie Ernst Fuchs.

Seine Motive scheinen von einer entfernten Galaxis zu stammen - und doch verbinden sie Fantasie mit Bekanntem. In Hamburg sind nun erstmals Werke von HR Giger zu bestaunen.